Genuss

Weintipps zu Wei(h)nachten

Morelli im Restaurant Carmelo Greco Frankfurt

Zu Weihnachten spielt Wein eine große Rolle. Doch welchen Wein trinkt man zu welcher Gelegenheit und wie serviert man ihn denn nun? In einem Wein-Ratgeber kann man sich Tipps holen oder lies hier.

Rotwein oder Weißwein, mit oder ohne Bubbles, eisgekühlt, frisch entkorkt oder muss der Wein vorher atmen? Immer wieder stellt sich die Frage, ob das mit dem Wein nur Geschmacksache ist oder welche Tipps es gibt. Trinkt man den Rotwein nun bei Zimmertemperatur oder gekühlt und wenn ja wie kalt darf er denn dann sein? Es gibt ein paar Tipps und Hinweise, an denen man sich orientieren kann und eines kann ich ja schon einmal verraten: Es ist alles halb so wild.

Wie finde ich guten Wein

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Feinschmecker gibt es aktuell auch einen Weinratgeber und einige besondere Winzer als Hightlights werden präsentiert. Mit dabei auch das Weingut Tesch und diesen Wein kann ich wirklich empfehlen – schau hier, das Weingut liegt fast vor meiner Haustüre in Rheinhessen im lauschigen Langenlonsheim und übrigens ist das auch einer der Weine, die bei den Toten Hosen gerne getrunken werden.

Bei Ausflügen mit dem Rad oder Cabrio quer durch die Weinregionen bleibe ich immer mal gerne an einem Weinstand stehen, mache dort Picknick und probiere die angebotenen Weine. So entdecke ich neue Weingüter also meist durch Zufall – durch Probieren. Sowieso, beim Winzer im Weingut verkoste ich am liebsten. Dort lernt man gleich den Menschen dazu kennen, der den Wein produziert hat und er kann am besten erklären, wieso der Wein nun so ist wie er ist.

Im Rhein-Main-Gebiet liegt der Rheingau vor der Türe und das größte deutsche Weinanbaugebiet, Rheinhessen, liegt auch am Rhein und dann gibt es da noch Frankenwein, Moselwein, Pfälzer Weine – alles unweit von Frankfurt, ja, in der Mitte von Deutschland hat man viele Möglichkeiten, beim Winzer selbst zu probieren und einzukaufen.

Doch auch in Restaurants entdecke ich neue Weine. Früher knipste ich dann verschämt das Etikett und fragte Google nach der Herkunft, doch heute artikuliere ich meine Fragen ganz offen und häufig weiß der Kellner auch schon einiges über das Weingut und über die Geschichte des Weins. Schwubbs, kann man sich den Wein auch für zuhause bestellen.

Weißwein, Rotwein, Schaumwein…

Es gibt so viele gute Weine – ob aus Deutschland oder Südeuropa oder anderen Regionen: Weißweine und Rotweine, Eiswein und Süßwein, Sekt oder Procecco und preislich muss das nicht gleich ein zweistelliger Betrag sein, denn ein ehrlicher Wein, der handwerklich sehr gut gemacht ist, kann auch für unter 10 Euro pro Flasche erhältlich sein. Beim Händler muss es nicht teuerer sein, also kann man es mal so und mal so machen und es macht auch Spaß, bei unterschiedlichen Bezugsquellen zu kaufen, denn so bleibt es abwechslungsreich.

Es gibt ein paar Schlagwörte, Bezeichnungen, die einem zeigen, dass Weinexperten diesen Wein empfehlen. Da steht dann vielleicht Parker, Falstaff etc. suf dem Etikett. Das ist ein bisschen wie beim Notebook, wenn da „Stiftung Warentest“ drauf steht. Solch eine Richtlinie hilft auch mir, denn im Supermarkt kann man ja leider nicht probieren. Wenn ein Wein eine hohe Punktzahl bei einem Weinexperten erhalten hat, dann ist es schonmal ein qualitativ hochwertiges Produkt. Ob der Wein mir oder Dir dann schmeckt, ist wieder eine andere Sache.

Die Trinktemperatur beim Wein

Ein paar Hinweise, wie man seinen Lieblingswein dann serviert, findest Du in diesem Ratgeber. Apropos, weil das Thema „Eiswürfel“ immer wieder thematisiert wird. Why not? Im Sommer darf ein Weisswein gerne eisig kalt sein und dann gebe ich gerne 2 Einwürfel rein. Für manche mag das ein Sakrileg sein, doch ich sag mal so:

Es gibt Whiskey Fans, die geben einen Schluck lauwarmes Wasser in ihren Drink, andere geben einen Eiswürfel zur Kühlung rein – jeder wie er’s mag und warum sollte das beim Wein anders sein?

Rotwein sollte nicht zu kalt und nicht zu warm sein. Die Bezeichnung „Zimmertemperatur“ ist zu warm, denn eher 16 – 18 Grad sind gut, dann kann der Wein sich am besten präsentieren. Es tut dem Rotwein tatsächlich gut, wenn er vor dem Servieren ein bisschen Luft schnuppern konnte – also eine Stunde vor dem Trinken schon einmal den Korken ziehen.

Deshalb trinkt man Rotwein besser aus einem bauchigen Glas, denn es unterstützt den Weingenuss, wenn Sauerstoff ran kommt. Für Weißwein dagegen empfiehlt sich ein schmales Glas. Dünnwandig sollte das Glas in jedem Fall sein – mehr dazu siehe im Ratgeber von Aldi Süd.

Kürzlich habe ich an einem Online-Wine-Tasting mit dem Sommelier David Schwarzwälder teilgenommen und so ein Tasting kann ich sehr empfehlen. Auch bei Winelove.de werden regelmäßig Tastings angeboten und das Schöne ist, das man bei diesen Online-Tastings unter sich und auch mal ein paar konkrete Fragen stellen kann. Also ich habe da sehr viel gelernt, auch, dass es letztlich schon Geschmacksache ist.

Doch das ist ja das Schöne an der Weinwelt: Es gibt unzählige Winzer auf der ganzen Welt und immer wieder gibt es neue Weine, neue Geschmacksvariationen, neue Winzer-Generationen und es ist eine unendliche Entdeckungreise. Es ist für jeden etwas dabei.

In diesem Sinne, Prosit, viel Genuss und frohe Feiertage und eine schöne Wein-Zeit wünsche ich!