Genuss

Gutes Tun an Weihnachten

Weihnachtsengel

Gerade in Zeiten wie diesen tut es gut, den Konsumrausch an Weihnachten zu überdenken und tatsächlich zur Besinnung zu kommen. Mein Tipp: Tue Tutes und Spende!

Im Grunde gab ein Kommentar von Gunda Windmüller in der ZEIT den letzten Ausschlag und ich bin sehr froh darüber. Sie schreibt folgendes und gibt zu denken:

„Schließlich fühlt sich gerade zu Weihnachten Konsum auch immer ein bisschen wie eine Tugend an.“

Gutes Tun im Kaufrausch? Schon irgendwie komisch und nein, das kann nicht sein, dass Konsumrausch plötzlich auch noch den Segen erhält, von wegen „aber es ist doch Weihnachten“.

Letztlich bin ich der Redakteurin sehr dankbar, dass sie es für mich ausformulierte. Für mich hat dieses christiliche Fest zum Jahresende nämlich mit Konsum nichts zu tun, schon gar nicht, wenn ringsum Menschen sterben oder Elend herrscht, das geht irgendwie nicht zusammen.

Mit Geschenken Gutes tun

Im Dezember hatte ich bei Spitzenkoch Nils Henkel im Restaurant Bootshaus das Buch „Hand in Hand“ gekauft. Ein Buchprojekt, bei dem pro verkaufem Buch eine Spende abgegeben wird. Ja, lasst uns den Wohlstand teilen und Gutes tun. Es gibt auch fair produzierte Produkte – von Schokolade bis hin zu Spielzeug.

Doch auch Geld wird von den caritativen Projekten benötigt. Nicht nur Unicef oder Brot für die Welt, auch lokal gibt es viele Vereine, die heute umsomehr auf Spenden angewiesen sind. Wir leben in Zeiten, wo plötzlich Charity-Abende wegfallen und kaum noch Spenden eingehen, weil viele Menschen nur noch Kurzarbeitergeld zur Verfügung haben. Ja, da fehlen Spenden weit und breit.

Deshalb: Tu Gutes – besonders zur Weihnachtszeit.

Mehr zu dem Buch, das ich oben erwähnte, gibt es hier:

Hand in Hand

Spitzenköche und Flüchtlinge gemeinsam am Herd. Herausgegeben von Timo Wentzel, Fotograf Adrian Ehrbar

Mit Beiträge von Jäkel, Lutz und Vorwort von Nico Hofmann. Es war so, im Frühjahr 2016 entwickelten vier Studenten der Hotelfachschule Heidelberg die Idee, ihren ganz eigenen Beitrag zu leisten, um Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen zu schlagen:

Sie brachten junge Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern mit deutschen Spitzenköchen zusammen. So unterschiedlich die Welten, aus denen sie kommen, so sehr eint sie die Leidenschaft für gutes Essen und neue Herausforderungen. Aus dem ursprünglich kleinen Studienprojekt wurde schnell ein großes, das Funken schlug:

Über 50 Spitzen- und Sterneköche sind mittlerweile Teil davon, Alfons Schuhbeck, Frank Oehler und Michael Kempf sind nur drei von ihnen. In »Hand in Hand« interpretieren sie Gerichte aus den Fluchtregionen auf spielerische Weise oder schaffen mit typischen Zutaten aus dem Gebiet spannende Eigenkreationen. Außerdem verraten die Köche, was sie mit Gericht, Land oder Bevölkerung in Verbindung bringen. Das Autorenhonorar und ein Spendenzuschuss des Verlages werden einem gemeinnützigen Projekt zugeführt.

Der mehrfach ausgezeichnete Fotograf Adrian Ehrbar setzt das Ganze mit stimmungsvollen Foodfotografien in Szene. Making-of-Fotos gewähren persönliche Einblicke in die spannenden Begegnungen. Der bekannte Fotojournalist und Autor Lutz Jäkel stellt zudem die verschiedenen Länder in Text und Bild vor. Jedes Land wird von zwei Flüchtlingen vertreten, die ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen haben.

Auch ein Beitrag von Nils Henkel ist dabei und ich bin froh, dieses Buch nun auch in Händen zu halten.