Leben

Meine Uhr und ich gehen mit der Zeit

Herren-Armbanduhr

(Werbung unentgeltlich. Für Genuss & Lebensfreude und Happiness at all.)

Frauen schmücken sich gerne und warum nicht mit einer schönen Uhr? Das dies ein Thema für meinen Blog ist, kam mir erst, als eine Luxusuhr in den sozialen Medien disutiert wurde und man schon „Hashtag Rolex-Gate“ witzelte, doch dazu später mehr, denn zunächst geht es um die Zeit ansich.

Zurzeit trage ich manchmal die alte Uhr meines Vaters: Eine Automatikuhr von Tissot und diese Uhr bleibt einfach stehen, wenn sie nicht genügend bewegt wird. Mein Gefühl für die Zeit hat sich durch diese Uhr wirklich enorm verändert, denn plötzlich ist Uhrzeit kein Fakt mehr, sondern nur eine mögliche Variable: Wer weiß schon wirklich, wie spät es ist.

Kann aber keine Muss-Zeit

Wartet man auf den Bus, kommt dieser eh zu spät und die S-Bahn sowieso. Auch hier ist jeder Uhrenvergleich unnötig. Das ganze Leben ist voll von Situationen,  bei denen eine exakte Uhrzeit eigentlich nur hinderlich ist und es eh anders läuft. Kann aber muss nicht… also Leben in der Kann-Zeit: Es könnte jetzt so spät sein – oder auch nicht und wenn, was macht es für einen Unterschied? Irgendwo auf der Welt ist es gerade genau so spät.

Derzeit wird in der EU darüber diskutiert, ob wir das mit der Zeitumstellung wieder lassen. Doch welche Zeit soll denn dann Standard werden: Die Sommerzeit oder die Winterzeit und wie machen wir es in Südeuropa und in Osteuropa? Zeit ist irgendwie relativ, oder?

Das spüre ich auch immer mit meiner alten Uhr. Hat sich mal wieder die Datums- und Wochenanzeige verstellt, dann kann man das korrigieren, muss man aber nicht, denn es ist ein unendliches Geduldsspiel, die Uhr und gleichzeitig das Datum korrekt einzustellen. Inzwischen lass ich es einfach und auch die Anzeige der Wochentage sind mir egal. Es könnte Mittwoch sein, ist doch aber eigentlich auch egal (…). Und überhaupt, welchen Monat haben wir?

Zeit – was ist das?

Kürzlich wechslte plötzlich der monatelange Sommer auf Herbst und bald ist November. Jahreszeit – was ist das? Wir haben das Zeitgefühl verloren, das Gefühl für die Jahres- und für die Tageszeiten, denn mit Licht ist es eh überall hell. Sommerzeit oder Winterzeit, welche Zeit hätten wir denn gerne?

Eine neue Art von Zeitgefühl erlebt man auch mit einer Uhr, die ich innerlich schon Diva getauft habe, denn sie will jeden Tag Aufmerksamkeit. Sie ist eine Diva, denn wenn ich sie nicht täglich aufziehe, dann bleibt sie einfach stehen. Fast trotzig erscheint mir das. Doch ich gestehe es ihr zu, denn sie ist ein Klassiker:

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

Moonwatch? Genau, dieses Uhrenmodell war schon auf dem Mond und hat seit den Fünfzigern nur an Attraktivität gewonnen. Eine Uhr für Uhrenliebhaber mit dem Hand zum Understatement. George Clooney und auch Cindy Crawford sind dieser Uhr verfallen und ich schwärme inzwischen auch für sie. Das mit dem morgendlichen Aufziehen muss ich noch üben, aber es verbindet mich auch in ganz besonderer Weise mit der Uhr. Wir können nicht mehr ohne einander.

Eigentlich bin ich ein eher unpünktlicher Mensch und vielleicht faszinieren mich Uhren deshalb so sehr und gerne auch Uhren, die ein Eigenleben haben. Und nun bin ich einer Diva verfallen, die davon träumt, am Handgelenk von James Bond für Gerechtigkeit zu kämpfen – und stattdessen an einem Frauenarm fristen. Genau, denn James Bond trägt auch Omega.

 

Ganz im Gegensatz dazu die Rolex. Die Rolex ist ja derzeit in den Schlagzeilen und ja die Rolex ist schon etwas lauter und der Charme ist schon ein bisschen abgenutzt, weil eine Rolex Uhr einfach weltweit geprotzt wird und es fast schon ein Zahlungsmittel ist. Andererseits ist so eine Uhr auch unbestritten eine sichere Wertanlage, denn die Rolex bleibt im Wert einfach erhalten oder steigt  im besten Fall.

Was kostet die Welt? Mehr als eine Rolex

Klar kostet eine besondere Uhr auch etwas mehr, doch dass jetzt eine Politikerin in Berlin dafür kritisiert wird, dass sie eine Rolex-Uhr trägt, ist wirklich ein Witz, denn, hey, so eine Uhr kostet ein Bruchteil eines durchschnittlichen Mittelklassewagen und ich wette, jeder Politiker hat genau so ein Auto vor der Türe stehen – und davon abgesehen, jeder durchschnittliche Angestellte sowieso – und da meckert keiner.

Also ich finde große Uhren sexy. Bei Frauen und bei Männern sowieso.

Zeitumstellung – die Eselsbrücke

Wenn jetzt die Uhr umgestellt wird, hab ich Spaß mit meinen Uhren und zum Glück wird das Handy automatisch umgestellt, denn daran kann ich mich dann  orientieren. Inzwischen habe ich meine Eselsbrücke zum Uhrestellen nach der Zeitumstellung auswendig gelernt: Im Sommer stellen wir die Gartenmöbel vor auf die Terrasse, im Winter wieder zurück – so machen wir es auch mit der Uhr.

P.S. Lies auch den Beitrag bei DER SPIEGEL über die Zeitumstellung.