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Genuss-Reise auf Kreta

cretian_Cuisine_Rethymnon

Wenn einer eine Reise tut, da kann er was erzählen. Bei meiner Genuss-Reise auf die griechische Insel Kreta konnte ich in die kretische Genuss-Küche eintauchen und ein bisschen auf die Spuren der berühmten kretischen Diät gehen. Über die Weine habe ich bereits berichtet, doch wo es guten Wein gibt, kann man eben auch gut essen. Die mediterrane Küche ist sehr gesund und dabei lecker und im folgenden gebe ich einen kleinen Einblick, denn, auf Kreta kann man Genuss erleben.

Schon einmal von der Kreta-Diät gehört? Oft wird es in Zusammenhang mit der Mittelmeerküche genannt und ja, die Kreta-Diät ist eine Ernährungsform, die natürlich inspiriert ist von der traditionellen Küche in dieser Region. Die Ernährungsweise in diesen Ländern gilt als besonders gesund, nachdem mehrere Studien ergeben hatten, dass die Bewohner des Mittelmeer-Raumes seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und gerade die Menschen auf der Insel Kreta eine über dem europäischen Durchschnitt liegende Lebenserwartung haben. Ebenso übrigens die Bewohner von Sardinien, wo auch Viele über 100 werden. Wer weiß an was es liegt? Auffallend auf Kreta war auf jeden Fall die große Entspanntheit. Steht zum Beispiel ein Auto quer und blockiert den Verkehr wurde dies maximal mit einem Schulterzucken quittiert und bis der Verkehr wieder lief, hielt man einfach ein Schwätzchen. Punkt, basta. Da geht uns Deutschen schon gleich der Puls… ich würde mal sagen: Ziemlich ungesund! Wer weiß, an was es also liegt, dass man auf Kreta länger gesund ist. Es gibt auch Stimmen, die machen auf die österliche Fastenzeit aufmerksam, die in diesen noch sehr religiösen Gegenden streng eingehalten wird und es wird behauptet, dass dieses Fasten der Gesundbrunnen ist.

Essen wie die Götter

Doch zurück zum Essen. Richtig ist, dass es aufgrund des guten Klimas ganz viel Gemüse und Obst gibt und dazu in der Küstenregion Fisch und etwas Fleisch (viel Ziege und Lamm), kaum bzw. gar keine Kuhmilch und ganz viel Olivenöl, Knoblauch sowie Wein. Nicht zu vergessen den Raki, vor und nach dem Essen… Ob es daran liegt?

Oder vielleicht am Olivenöl. Durchschnittlich konsumiert jeder Einwohner Kretas über 30 Liter Olivenöl pro Jahr. Auf Kreta wird viel Olivenöl produziert und es gehört zu den besten der Welt, und dazu hat Kreta eben auch mit Abstand den größten Verbrauch. Diese kleine Insel liebt Olivenöl und nimmt es für (fast) alles.

An was es auch liegt, dass die Menschen so gesund sind, wir wissen es nicht. Doch schon die griechischen Götter wussten es wohl: Kreta ist besonders. Die Vegetation ist so vielfältig und damit auch die Erzeugnisse. Die feinen Zutaten finden sich in der Gastronomie wieder. Eine Reihe von Restaurants haben sich zu einem Verband zusammen geschlossen und tragen das Zertifikat „Crete- Cretan Cuisine“ (immer auf das Zeichen achten, siehe erstes Foto). Die Küchenchefs arbeiten gemäß den Richtlinien der Agronutritional Cooperation of the Region of Crete  – In diesen Restaurants bekommt man also hervorragend zubereitete Regionalküche und die Gastfreundschaft ist groß geschrieben.

Die folgenden Bilder sollen einen Einblick geben und Lust auf eine Genuss-Reise zur Insel der Götter machen. Es gibt so viele wunderbare Erzeuger und die entsprechenden Restaurants, wo man die Produkte verkosten kann.

Die regionale kretische Küche ist bodenständig und besteht traditionell aus viel Gemüse, Fleisch, aber auch Mehlspeisen. Sehr lecker, sehr nahrhaft und wie gesagt, immer spielt Olivenöl eine Rolle und deshalb haben wir bei einem Oliven-Öl-Tasting teilgenommen und wurden von einer Fachfrau in die Details eingewiesen. Ganz besonders spannend war die Begegnung mit der Food-Bloggerin Nektaria, die kretische Kochkurse anbietet und inzwischen auch besondere kretischen Kräuter vermarktet, denn es gibt auf Kreta besondere Wildkräuter, die auch nur dort wachsen. Wir haben Nektaria getroffen und sie hat uns ein paar typische Gerichte kredenzt: Dakos, eine traditionelle Eintopfsuppe und ein köstliches Dessert noch dazu. Dank des Netzwerks der Organisation Agro Crete konnten wir verschiedene Erzeuger auf der Insel besuchen, sei es Imker, Winzer, Großbäckerein und Olivenöl-Produzenten. Wir konnten uns über die unendliche Vielfalt der Insel informieren.

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Doch auch Fine Dining gibt es, denn auch die jungen Nachwussköche schätzen die kretische Küche, doch folgen sie dem internationalen Trend der Gemüseküche und biologisch angebauten Zutaten. In Heraklion kann man in der Innenstadt tolle Locations entdecken, exzellente Restaurants mit angeschlossener Gemüsegärtnerei, so dass alles frisch auf den Teller kommt. Wir waren im APIRI und das Restaurant Peskesi hat einen ähnlichen Ansatz. Beide Restaurants verfolgen den Trend „farm-to-table“ und bauen selbst das Gemüse an. Herausragende Qualität kommt auf dem Teller und insbesondere die Vorspeisen Auswahl hat mich total begeistert.

Auch exzellente Weine von der Insel wurden gereicht. Klasse und unvergleichlich und unbedingt empfehlenswert! Teilweise kann man diese auch in Deutschland kaufen, zum Beispiel bei wine-love.de, dem Onlineshop von Beate in der Nähe von Wiesbaden. Unter anderem folgende Weingüter haben wir kennengelernt:

Dank der Tipps aus dem Boardmagazin BLUE von Aegan Airlines hatte ich so richtig Lust auf einen Bummel durch die Altstadt von Heraklion und das Restaurant APIRI hätte ich sonst wohl auch nicht gefunden. Tolle Tipps, sehr empfehlenswert!

Auch zum Shopping macht die Hauptstadt von Kreta viel Spaß. Es gibt viele kleine Boutiquen und Shops:

Restaurant_Peskesi_Heraklion

Mehr Tipps zu Genuss auf Kreta findest Du hier und bei den anderen Teilnehmern und Bloggern, die an der Reise teilgenommen haben, nämlich unter anderem die Weinexpertin Beate von wine-love.de, Lars von ColoursofFood, Saskia von DeesKüche, Norbert’s Vinodonino, Nathalie von Holunderweg18, der Podcaster Foodtalker, Tobias von Weinlakai, Sommelier Christina Fischer von der Genusswerkstatt und natürlich die sympathische und kompetente Reisebegleitung von Wines-of-Crete und Gastgeberin Frida – ein herzliches Dankeschön an die perfekte Organisation und dass wir trotz des Generalstreiks in Deutschland wieder gut nach Hause gekommen sind.