Genuss

Pasta ist Soulfood für mich

Carmelo Greco Pasta Sommertrüffel

Als Kind war mein Lieblingsgericht Pasta Bolognese und zum Würzen oder einfach aus Gewohnheit streute man dann so weißes Pulver drauf , das geschmacksneutral war und lange war mir nicht klar, dass dies Parmesankäse war. Erst viel später im Leben entdeckte ich –  wie so vieles im Leben – die Idee dahinter.

Auch heute ist Pasta eines meiner Lieblingsgerichte und wenn die Temperaturen unter Null gehen, dann brauche ich Soulfood. Dann ist genau der richtige Zeitpunk für Pasta. Pasta mit Parmigiano.

In den Neunzigern war Cinque Terre und die Toskana mindenstes so angesagt wie heute vielleicht Patagonien und so fuhr ich auch oft dorthin in Urlaub. Übrigens immer noch, denn Patagonien ist nichts für mich. In diesen Italienurlauben lernte ich in den kleinen italienischen Dörfern die ursprüngliche Küche Italiens kennen: Vino tinto, olivas, caperies, salsiccica und eben auch Parmiggiano. Da erst kapierte ich, dass dieser feine Hartkäse vielleicht namensgleich mit dem weißen Zeug aus meiner Kindheit ist, doch geschmacklich etwas komplett anderes ist.

Parmegiano ist ein geiles Zeug

Parmigiano Reggiano

Parmigiano Reggiano

Parmesan heißt auf italienisch Parmigiano und ist ein hochwertiges Lebensmittel, dass dazu unglaublich gesund ist, sagt auch Wikipedia. Also eigentlich ein Gesundmittel. Parmigiano Reggiano darf nur in einer bestimmten Region hergestellt werden und die Zutatenliste ist schnell genannt:

Milch – und zwar nur gute Milch aus der Region, die von Kühen stammt, die nur mit Gras, Klee und Heu gefüttert wurden. Kein Silofutter oder anderes.

Salzlake. Also Salz

Mehr nicht (lies hier). Dann braucht der Käse Zeit, nämlich mindestens 12 Monate, besser mehr.

In einer Käserei für Parmegiano Reggiano geht es strenger zu als beim deutschen Bierbrauer! Das kann ich euch sagen. Der Käselaib wird auch während der Reifung regelmäßig kontrolliert. Ein „Klopfer“ geht durch die Reihen und jeder Laib wird geklopft und hört der Kontrolleur eine Unstimmigkeit, dann erhält der Käselaib eine Markierung und ist somit nur noch B-Ware. Die Reifezeit macht ebenfalls große Qualitätsunterschiede und manche Feinschmecker schmecken auch, in welcher fachkundigen Käserei der Käse hergestellt wurde. Als Laie kann man sich bei der Parmigiano Academy mit kurzen Info-Filmen zu dem Hartkäse weiter informieren, total spannend – schau mal rein (Link) Ein wirklich wertvoller Käse und nun verstehe ich auch, warum in Italien früher ein Käselaib sogar Zahlungsmittel war.

Inzwischen haben wir immer einen Käseklotz von Parmigiano Reggiano zuhause und ich nasche regelmäßig davon. Den Qualitätsunterschied zwischen A oder B-Ware  schmecke ich nicht, doch ich bin auch keine echte Italienerin.

Zur Pasta gehört Parmigiano also auch heute noch, doch niemals mehr das weiße Pulver, sondern nur noch frisch gehobelter, echter Parmigiano Regiano. Denn es gibt auch Parmesan aus USA oder Deutschland, doch keiner kommt an das Original ran. (Interessant auch die Infos von Milchlos.de

Das Gesundmittel Parmigiano genießt man auch pur in kleinen Stücken, vielleicht zum Wein, ist der Hartkäse ein Traum und einmal habe ich beim Italiener Carmelo Greco sogar etwas leichtes Süßes als Zwischengang serviert bekommen und tatsächlich gab es auch zum Dessert etwas aus Parmigiano.

Parmegiano Reggiano

Wunderbar, was man aus diesem tollen Käse so alles machen kann. Ein hoch auf Parmesam-Käse! Für mich das beste Soulfood für kalte Wintertage.