Genuss
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Französische Woche, 5. Tag

Seafood, also Meeresfrüchte, sind an der Küste immer frisch, günstig und dabei sehr lecker. Frankreich hat ganz viel Küste und deshalb gibt es Seafood satt. Also kochen wir heute eine provenzialische Fischsuppe, eine Bouillabaisse. Einfach in der Zubereitung, großartig im Geschmack.

Ihr wisst ja, die französischen Rezepte, die ich hier vorstelle, die sind allesamt schnell und unkomplizierte Gourmetküche. Denn im Grunde mag ich tolles Essen, das Kochen aber ganz und gar nicht und deshalb ist mein Kompromis dabei: Einfache Rezepte für größtmöglichen Genuss. Sorbet oder langwierige Schmorgerichte sind nicht meins, denn bei mir muss es in der Küche schnell gehen. Das Leben ist zu kurz für langes Koch-Gedöns!

Die Provence kenne ich sehr gut und von dort stammt dieses Rezept für eine klare Fischsuppe. Anders ist die in der Bretagne berühmte Fischsuppe, denn da zerkocht man den Fisch, was auch sehr lecker ist (für Notfälle habe ich eine Konserve mit bretonischer Fischsuppe im Regal).

Nein, keine Panik, eine Fischsuppe ist kein Akt, ehrlich jetzt! Einfach gute Produkte einkaufen und los geht’s. Ursprünglich war diese Fischsuppe eine Art Resteverwertung, ein Fisch-Eintopf und so unterschiedlich fiel das Ergebnis auch immer aus.

Die provenzalische Fischsuppe

An der Fischtheke eine schöne Auswahl an verschiedenen Fischfilets kaufen. Am besten den Fischverkäufer nach Angeboten oder Empfehlungen fragen. Mein Vorschlag, eine Mischung von zwei, drei Fischsorgen (evtl. Knurrhahn, Merlan, Seeteufel, Rotbarbe, Seelachs oder Petersfisch). Fortgeschrittene kochen den Fischfond aus Fischabfällen (Flossen, Kräten etc.) – kann man machen, muss man aber nicht, denn Fischfonds gibt’s auch fertig im Glas. Lecker und vor allem gut für die Optik der Suppe sind  Miesmuscheln und wer’s mag auch ein paar Garnelen. Pro Person rechne ich mit ca. 300 g Fisch.

Außerdem brauchst Du: Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1 Möhre, 1 Zwiebel, 1 Fenchelknolle, Knoblauch, etwas Tomatenmark, Thymian, Lorbeerblätter, Safranfäden, 1 Glas Weisswein, etwas Pastis (Anis-Spirituose), evtl. 1 Kartoffel, 1 Glas Fischfond.

Wir kochen Bouillabaisse

Zunächst werden in einem großen Topf die Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenwürfel und Fenchel in Olivenöl angebraten, dazu die Karotten, ggf. auch eine Kartoffel gewürfelt dazugeben. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Thymian, Lorbeer.

Ist das Gemüse gar, mit Weisswein und Pastis ablöschen. Danach werden die Fische und Meeresfrüchte mit der längsten Garzeit dazu gegeben. Mit Wasser und Fischfond auffüllen. Die restlichen Fische und Meeresfrüchte hinzugetan. Schwubbs, Herd aus, denn fertig ist die beste Fischsuppe der Welt. Petersilie obendrauf und genießen.

Fisch muss nicht lange gekocht werden, sondern das kurze Dünsten in heißem Fond macht das zarte Fischfleisch schon gar. In manchen Küchen werden die rohe Fischfiletstücke einfach nur in die Suppenteller gelegt und mit der kochend heißen Suppe übergossen. Nur so als Hinweis, dass ihr nicht den edlen Fisch zu lange auf dem Herd lasst.

Weißbrot, Wein dazu – und genießen!

#happytime bei french cuisine, was will man mehr!?

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