Interview, Wiesbaden
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Dr. Kristina Schröder im Interview

Farbenfreundin goes Politics?  Manchmal kommt es mir so vor, als sei Frau-sein an sich schon politisch. Vielleicht als berufstätige Frau, mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Mann. Ich sag nur Equal Pay Day!

Höchste Zeit für ein Interview mit einer Frau, die mit Politik viel Erfahrung hat. Sie ist Wiesbadenerin und hat auch ein Faible für Farben – ich freue mich auf

Kristina Schröder, MdB

die von 2009 bis 2013 Familienministerin im deutschen Bundestag war.

Erzähl doch mal, was Du genau machst?

Ich habe vor knapp 15 Jahren die Chance bekommen, mein Hobby, die Politik, zum Beruf zu machen: Seit 2002 bin Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Wenn ich in Berlin bin, arbeite ich in verschiedenen Ausschüssen, nehme an Fraktionssitzungen teil und empfange Besuchergruppen aus meinem Wahlkreis Wiesbaden. In der sitzungsfreien Zeit versuche ich möglichst oft dort zu sein, um mich vor Ort um die Bedürfnisse der Bürger zu kümmern. Zum Beispiel veranstalte ich regelmäßig eine Bürgersprechstunde in verschiedenen Wiesbadener Stadtteilen.

Von 2009 bis 2013 war ich Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Während dieser Zeit habe ich mich vor allem für den Ausbau der Kinderbetreuung, die Einführung des Betreuungsgeldes und das erste bundesweite Kinderschutzgesetz eingesetzt und habe zudem den Bundesfreiwilligendienst ins Leben gerufen.

 

Wie kommt man dazu und seit wann?

Als ich zwölf Jahre alt war, ist die Mauer gefallen. Das war für mich damals der ausschlaggebende Grund, mich politisch zu engagieren. Für einen Eintritt in die Junge Union war ich mit zwölf aber noch zu jung. Deswegen habe ich auf meinen 14. Geburtstag hingefiebert, an dem ich offiziell Mitglied in der JU werden konnte. Mit 17 bin ich in die CDU eingetreten und 2002 wurde ich dann zum ersten Mal in den Bundestag gewählt und vertrete seitdem Wiesbaden in Berlin.

 

Wir sind bei Farbenfreundin… welche Farbe magst Du besonders und warum?

Als typisches Kind der 80er hatte ich lange Zeit eine Vorliebe für gedeckte Farben. Das hat sich vor allem in meinem Kleiderschrank gezeigt, dort dominierten schwarz und beige. Inzwischen bevorzuge ich aber knallige Farben. Ich trage gerne mal ein Kleid in leuchtendem rot oder grün. Und wenn man unser Haus betritt, steht man zuerst auf einem knallpinken Teppich.

 

Und nach getaner Arbeit: Wie sieht die perfekte Happytime aus?

Die perfekte „Happytime“ findet mit meinen beiden Töchtern Lotte und Mathilde statt. Zum Abschalten gehe ich auch gerne im Wald laufen.

Und ich liebe es, mit meinem Mann zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren.
Dazu dann gerne ein Glas Rheingauer Riesling – als Kochwein 🙂

 

Hast Du ein happyfood, also ein Lieblingsgericht, für Tage, die es zu feiern gilt?

Ich bereite sehr gerne klassische Schmorgerichte zu, die bei 80 Grad vier Stunden im Backofen garen. Wenn es mal etwas schneller gehen soll, mag ich auch die thailändische Küche sehr gerne. Sie ist unheimlich abwechslungsreich und ich liebe scharfe Currys mit selbstgemachter Currypaste.

Hm, sehr lecker. Vielen Dank für das Gespräch!

 

Wer mehr über Kristina Schröder wissen möchte, hier der Link zur Website: www.kristinaschroeder.de

2 Kommentare

  1. Liebe Sieglinde,
    danke Dir für Deinen Kommentar. Ja, eine spannende Vita – und sie kommt aus Wiesbaden und ist (in etwa) meine Generation. Das machte mich neugierig und toll, dass sie sich Zeit für die Fragen genommen hat. Auch wenn sie nun nicht mehr im direkten Rampenlicht steht, Politik macht sie weiterhin als MdB und ist auch aktiv in Wiesbaden.

    Viele Grüße
    Bärbel

  2. Ich kann mich noch gut erinnern, als Kristina Köhler, heutige Schröder, Familienministerin wurde. Mit hat das gefallen, dass da eine junge Frau die Chance bekam etwas für Frauen zu tun, obwohl sie am Anfang noch sehr jung wirkte und Mühe hatte Ernst genommen zu werden. Es war ja auch ein Gegensatz zu von der Leyen.
    Auf jeden Fall ein konsequenter politischer Werdegang. Wie ich lese, möchte sie nicht mehr im Bundestag bleiben. Mich hätte noch interessiert, was sie in Zukunft beruflich machen möchte. Der Ausstieg aus der Rampenlicht-Politik fällt ja vielen schwer, aber sie ist ja auch hier wieder jung genug für eine Neuorientierung.
    Danke für das interessante Interview sagt
    Sieglinde

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