Monate: Juli 2013

Müsiggang, ja bitte!

F*** it! Vieles wiederholt sich im Leben wie in der Mode. Punk is not dead, sag ich heute. Wie komm ich drauf? Das F-Wort ist plötzlich wieder angesagt. Im Zuge von Burnout und Multitasking entsteht eine Gegenbewegung. Weil, zuviel ist zuviel. Von London schwabbt also gerade eine Welle rüber, in Berlin ist sie schon angekommen und bald besuchen wir auch in der Kleinstadt solche Veranstaltungen: Fuck-it- Workshops. Anhand eines „F***-it-Tests kann man die Notwendigkeit überprüfen und sich dann für einen entsprechenden Kurs anmelden, denn: „Saying F***it is therapy. Man lernt dann in der Gruppe, loszulassen, zu entspannen und sich selbst wieder zu spüren. Es gibt eine Schmuck– und Shirt-Serie, Bücher, CDs und Vorträge. Im Zeitalter des „alles ist möglich“ müssen wir offensichtlich wieder lernen, einfach mal alle Fünfe g’rade sein zu lassen, das F-Wort denken oder aussprechen und schön mal NIX tun. Müssen wir das wirklich? Ganz ehrlich, ich brauch das F-Wort dafür nicht. Müßiggang hat bei mir schon immer einen hohen Stellenwert. Aber schön, wenn das jetzt sogar en vogue ist. Ich formuliere es eher so: Das Leben ist eh …

Dresscode: Casual

Sommerzeit = Ferienzeit = Urlaubszeit. Endlich können wir die Seele baumeln lassen und die Zeit am Baggersee, im Garten oder sogar am Strand verbringen. Da darf auch die Kleiderwahl lässiger werden. Man ist sportlicher unterwegs, fährt mit dem Rad oder spielt mit den Kindern. Deshalb brauchen wir bei der Kleidung Bewegungsfreiheit, sie muss luftig und atmungsaktiv sein, trotzdem schick und gerne farbenfroh. Bei den Farben sollte man darauf achten, dass es nicht zu sehr kunterbunt gemischt ist. Besser: Nur zwei bis drei Farben und dann ggf. auch Farbpaare (Schuhe+Oberteil oder Leggins+Uhr o.ä.). Zuviel kunterbunt ist für den Betrachter verwirrend (es sei denn man will seinen Gegenüber verwirren…). Die Kleidungsfarben lassen unseren Teint am besten strahlen, wenn wir sie aus der typgerechten Farbpalette gewählt haben. Wir erinnern uns, in der Farb- und Stilberatung unterscheidet man die kalten und die warmen Farbtypen. Als Beispiel: stehen mir die kühlen Blau- und Grautöne sehr gut, dann ist meist Orange und Apfelgrün die falsche Wahl und lassen mit kränklich aussehen. Um hier Klarheit zu haben, empfehle ich einmal im Leben eine Farb-Beratung machen zu …

Duft des Sommers

Es duftet… Schon kürzlich ging es um Düfte. Nun duftet es nach Sommer, deshalb nehme ich den Faden wieder auf. Dufte! Duftessenzen sind, ähnlich wie Gewürze, ein teures Gut. Die Preise auf dem Rohstoffmarkt sind mit den Preisen von Luxus-Karossen zu vergleichen: 1kg eines Ferrari kostet umgerechnet rund 150 Euro, für 1kg reines Duftöl aus Johannisbeer-Knospen muss man mehr als das Zehnfache hinblättern. Johannisbeeren wachsen auch bei mir im Garten und bisher habe ich nur Kuchen davon gebacken. Vielleicht sollte ich Geld damit verdienen?  Aus z. B. 6.000.000 Jasminblüten wird 1 Kilogramm reines Jasminöl gewonnen. Dieses wird dann nach vielen Filter-, Reinigungs- und Verfeinerungsgängen für mindestens 3.600 Euro verkauft. Oder die Iris, die italienische Wurzelkönigin, ist noch edler: Bis zu 100.000 Euro pro Kilo kann ihr Extrakt kosten. Im Parfüm, Eau de Toilette und Eau de Cologne, das wir im Laden kaufen, sind aber nur homöopathische Dosen dieses Luxusgutes enthalten.  Vielleicht auch nur eine synthetische Nachbildung des Duftstoffes. Manche Duftstoffe müssen auch vom Chemiker nachbehandelt werden oder von unerwünschten Farbstoffen befreit werden. Es steckt also auch ganz viel …

Kosmetikerin or not

Regelmäßig zur Kosmetikerin? Klar, jede Frau geht zur Kosmetik. Wer etwas auf sich hält, wer sich etwas Gutes tun möchte, wer sich pflegt…Ehrlich gesagt, ich versuche das ja auch immer wieder. Trotzdem, schöner macht mich ein Kosmetik-Besuch nicht. Komme ich mal wieder von einem „in meinem Alter sollte ich das wirklich auch regelmäßig machen“ Besuch bei einer Kosmetikerin, habe ich: Leichte Hautirritationen sowie ein paar kleine Verletzungen wie Quetschungen, Druckstellen, Stichwunden (war eine Talgdrüse mal wieder hartnäckig). Mein Mann schüttelt jedes Mal den Kopf und fragt: Und dafür hast Du nun auch noch Geld bezahlt? Hm.Wenn ich mich entspannen möchte, dann gehe ich zur Osteopathie Behandlung. Danach fühle ich mich leicht und entspannt, der Kopf sitzt wie eine Feder auf den Schultern, keine Verspannung stört. Auch die Augen sind entspannt, der Blick klar und sanft. Die Stirn geglättet und ein sanftes Lächeln kräuselt die Lippen. Preislich nimmt sich das nicht viel. Die Kosmetik kostet rund Sechzig Euro, dazu kommt mindestens eine Creme oder Maske, die mir an der Kasse noch verkaufstüchtig aufgeschwatzt wird. Man will ja auch nicht den …

Mein geliebtes Smartphone

Farbenfreundin auf Reisen… Früher: In meinen Koffer, da packte ich: Ein bisschen Bargeld, vielleicht auch ein Getränk und etwas zu Knabbern. Lesestoff, eine Zeitschrift. Klaro, einen Fotoapparat. Schreibzeug: Notizbuch und Filofax wegen der Adressen. Spätestens da war das Handgepäck schon gut gefüllt. Heute, da nimmt man ein Smartphone mit. Punkt. Sogar bezahlen kann man damit. Nicht überall, aber fast. Kürzlich, bei einer Bahnreise: Natürlich hatte mein Zug Verspätung. Schon vor Eintreffen am Umsteigebahnhof bekam ich eine Nachricht auf mein Smartphone inklusive alternativer Verbindungen. Ganze 50 Minuten sollte mein gebuchter ICE später kommen. Manomann… Gut, dass ich mir gleich die nächste Verbindung anzeigen lassen konnte. Gut, dass ich mit dem Smartphone telefonieren konnte und meine Freundin am Ziel informieren konnte. Gut, dass ich einen Zeitvertreib hatte und in der Wartezeit im Internet surfen konnte. Gut, dass ich meine Lieblingsmusik als MP3 immer mit dabei habe. Gut, dass ich eine integrierte Kamera in dem Smartphone hatte. Denn unterwegs gab es grandiose Fotomotive zum Knipsen. Ich bin mit der Ersatzverbindung an Ortschaften vorbei gekommen, von denen ich noch nie …