Leben

EMS Training für meine Figur

Kochbrunnen am Kranzplatz Wiesbaden

(Werbung unentgeltlich. Für Genuss & Lebensfreude, Bewegung und Happiness at all.)

Okay, wir alle haben die Beiträge über Body positivity in den Medien gelesen und kräftig dazu genickt. Trotzdem und gerade deshalb: Bewegung macht mir Spaß. Ohne meine Yoga-Kurse und Jogging-Runden wäre ich total miesepetrig. Wenn mein Puls spürbar schlägt und der Atem tiefer wird, dann darf der Kopf runterfahren und das tut so gut. Gerade für uns Schreibtischtäter ist Bewegung und Sport unheimlich erfrischend und wohltuend.

Sportlich etwas Neues ausprobieren

Letztes Jahr habe ich das Trampolin neu ausprobiert, davor den Hulahup-Reifen, der tatsächlich eine schöne Taille machte und ein super Trainingsgerät ist. Dieses Jahr sollte es moderner sein. In einer Ausgabe des Magazin VivArt hatte den Bericht über BodyStreet gelesen. Die bieten EMS-Training an. Das dauert nur schlappe 20 Minuten und ist sehr effektiv. Auch wenn ich mich gesund ernähre, ähm, meine genussfreudige Lebensweise ist nicht wirklich kalorienarm, da muss ich mich bewegen und die Kalorien in Energie umsetzen.

„Das will ich auch machen“, hatte ich mir im Frühjahr überlegt, als ich von EMS hörte. Es hat dann nochmal ein bisschen gedauert, bis ich endlich ein Probetraining bei Bodystreet in Wiesbaden vereinbart hatte.

„Nichts!“ war die Antwort auf meine Frage, was ich den mitbringen solle. Sonst ist man ja immer sehr bepackt, wenn’s zum Sport geht: Yogapants, Schuhe, Sport-BH, Ersatz-Shirt, Handtuch… irgendwie sowas muss man mitbringen. Keine Schuhe? Nein, nichts. „Wir stellen Dir alles zur Verfügung!“

Mein erstes Mal EMS

So bin ich also mit kleiner Handtasche am letzten Mittwoch in die City flaniert und es hätte auch ein Café-Besuch werden können. Die Räumlichkeiten von Body Street am Kranzplatz in Wiesbaden sind stylish eingerichtet, eine Rezeption sowie eine Sitzecke wirken einladend und es riecht auch ganz und gar nicht nach Muskelarbeit. Naja, das kann ja nichts, denke ich mir im Stillen, doch das muss ich später revidieren.

Meine Trainierin empfängt mich total nett und nach einem ersten Check erhalte ich auch meine Ausstattung für das Probetraining: Eine Box mit Trainingsanzug, Trainingssocken und Dusch-Handtuch für danach. Auf geht’s in die Umkleide und gleich kann es losgehen.

Nikita im Trainingscamp

Der hautenge Trainingsanzug in tiefschwarz sieht ein bisschen nach Nikita im Traininglager aus. Das Bild wird noch unterstützt, als mir meine Trainerein noch diverse Riemen umschnallt und eine Jacke überwirft, die mich an eine kugelsichere Schutzweste erinnert. Tschakka!

Der Nachteil: Die Innenseite meines Outfit ist mit Wasser eingesprüht, also klatschnass. Das muss sein, damit der Strom auch fliest. Genau, ich werde nämlich verkabelt. Ein paar Drähte kommen aus der Jacke und ein Adapter Stecker wird dann auch direkt in das Trainingsgerät eingestöpselt. Ein wirklich merkwürdiges Gefühl. Doch keine Zeit zum Zaudern und Zögern, denn es geht direkt los mit dem Training.

Die Impuls-Stärke wird für jeden Bereich eingestellt: Bauch, Schenkel, Po, Vorderseite, Rückseite, Arme… uiui, das kribbelt wie Tausende von Ameisen und ich bin mir noch nicht sicher ob ich es lustig finde. Das Training beginnt sportlich und nach zig Kniebeugen und Anspann-Übungen, mit Armen hoch und Arme angewinkelt, Bauch immer schön angespannt, Po nach hinten und und und bin ich ziemlich außer Atem.

Das hätte ich nicht erwartet: Ich komme ziemlich an meine Grenzen und spüre Erschöpfung und der Schweiß rinnt mir von der Stirn. Mehrere Wiederholungen, dazwischen kurze Entspannungsphasen und gleich wieder Muskelspannung aufbauen. Das ist schon richtig Sport!

EMS Training live und in Farbe

Zwanzig Minuten können lang sein und als die Trainingszeit um ist, bin ich platt und sehr durstig. Das feine Zitronenwasser, das mir angeboten wird, rinnt durch die Kehle und erfrischt mich. Am Tag danach erwarte ich Muskelkater hoch zehn, dem ist aber nicht so: Ich fühle mich sehr gut und die elektrischen Impulse haben Wirkung gezeigt. Nicht, dass ich plötzlich ber Nacht ein Sixpack habe (nein, so schnell geht’s dann doch nicht): Die Wirkung ist vor allem mental.

Nach meinem ersten EMS Probetraining sitze ich viel aufrechter. Ich merke sofort, wenn ich einsinke und habe tatsächlich schon nach dem ersten Mal eine bessere Körperspannung. Darauf können wir aufbauen!

Mehrere Bekannte sind regelmäßig dort zum Training und man sieht ihnen an, dass sie wirklich fitter werden und das Training effektiv ist. Doch bei mir ist der Funke nicht übergesprungen.

Hat’s denn Spaß gemacht? Werde ich gefragt. Leider nein. Das ist nicht meins. Das ist der Knackpunkt, denn ganz ehrlich: Bewegung muss mir Spaß machen.

 

Mich muss Sport glücklich machen. Mein geliebtes Pilates oder Yoga mit den langsamen Übungen, bei denen ich meinen Körper ganz intensiv spüre. Mein morgendliches Schwimmen im leeren Pool, wenn ich mich wie Neptuns Frau fühle. Der Morgenlauf durch die taunassen Wiesen oder am Abend in den Sonnenuntergang, wenn ich meinen Atem spüre, der Wind auf meiner Haut streichelt und nebenbei mir eine Amsel noch ein Lied krächzt – dann bin ich glücklich. Das lässt mich mit der Welt eins werden und mein Herz tanzt.

Das können auch langsame oder unsportliche Bewegungen sein – aber es geht mir niemals nur alleine um Trainingseffekt oder Kalorienverbrauch. Mir geht es ums Wohlfühlen und den Spaß. Manchmal spaziere ich einfach nur so in die Stadt – nur um des Spaziergangs willen. Weil es mir Spaß macht!

Als Nikita, mit Disco-Musik und dazu das nasse Gefühl im engen Trainingsanzug, da fühlte ich mich merkwürdig. Dazu an einen Stromkabel angeschlossen zu sein ist mir nicht so ganz geheuer. Naja, so sind die Menschen eben unterschiedlich.

Zugegeben, das Training ist absolut effektiv, ja, sogar das kurze Probetraining hat seine Wirkung gezeigt. Für Menschen, die einen schnellen Trainingseffekt suchen, weil ein Sportevent bevor steht. Menschen, die eine Reha brauchen oder nach unsportlichen Jahren schnelle Erfolge spüren möchte – dann ist das ein super Training. Dann empfehle ich es, denn das Team ist sehr nett und die Location auch wirklich angenehm und sauber.

Kontakt: Body Street Wiesbaden, Am Kranzplatz / Taunusstraße

P.S.: Das Probetraining ist kostenlos. Danach werden pro Trainer-Stunde ca. 35 Euro fällig, dazu kommen die Kosten für den Trainingsanzug, den man entweder kauft oder mietet.

Wohlgemerkt, die ist eine Empfehlung – keine Werbung.