Genuss

Zur #Bigbottleparty in Mainz

Buchholz Bootshaus Mainz

(Werbung für Genuss)
Während ich im Mai die Hitze des Sommers mit Rosé und vielen Eiswürfel gekühlt habe, entdeckte ich im Juni den deutschen Weisswein neu. Rheinhessen macht gerade das Rennen und entdeckt habe ich ihn bei der #Bigbottleparty.

Anstoß gab der Event bei Frank Buchholz in Mainz, der in seinem Restaurant Bootshaus die wunderbare #Bigbottleparty veranstaltete. Ein tolles Spektakel bei gefühlt 35 Grad im Schatten: Jahrgangssekt, wunderbare Weine aus der Region Mosel, von der Nahe und von Winzern aus Rheinhessen. Alles was Rang und Namen hat und auch Jungwinzer, die neue Wege gehen, präsentieren sich und zeigen ihre Weine. Gut, dass ich am Empfang eine übersichtliche Teilnehmerliste mit Kontaktdaten überreicht bekomme, denn die ist mir auch zuhause noch eine große Erinnerungshilfe, um die Winzer zu kontaktieren und meine Bestellungen durchzugeben.

Big bottles! Die Party im Bootshaus kann beginnen….

Save water – drink Riesling. Am besten aus der Magnum Flasche!

 

Altbekannte wie Theresa Breuer treffe ich und neue Winzer lerne ich kennen. Einer davon ist Michael Teschke vom Weingut Teschke aus Rheinhessen, das vor allem die Silvaner-Traube im Blick hat. Sehr gut gefällt mir der Verzicht auf die frühe Schwefelung und die viele Handarbeit und Fürsorge, die dem Rebensaft zuteil wird. Eine echte Entdeckung!

Die Mischung ist wirklich bunt: Alteingesessene Weingüter wie Hirth-Gebhard aus Martinsthal im Rheingau (gleich hinter Wiesbaden) oder Dr. Loosen von der Mosel treffen auf „junge Wilde“ und die unterschiedlichen Weinregionen machen es noch viel spannender.

Genauso in der Küche. Nur Spitzenköche stehen hinter dem Herd und ich kann mich kaum entscheiden, welches Gericht ich nun besser finde. Egal ob Sternekoch mit Fernseherfahrung oder der Caterer aus Nieder-Olm – die angebotenen Gänge sind allesamt vorzüglich und das bei der Menge an Gästen. Ich bin begeistert. Die Warteschlangen entwickeln sich zu Kontaktbörsen und ich lerne die unterschiedlichen Gäste kennen und habe interessante Gespräche.

Ziegenkäse überbacken auf Fruchtspiegel. Sehr fein!

Fine Dining bei der Bigbottleparty in Mainz

Monolith Grill

Feines vom Grill: Monolith Grill

Welches Spitzengericht ist mein Lieblingsgericht?

Allesamt sind die servierten Gerichte so lecker und auf den Punkt zubereitet. Für mich ganz vorne und nachhaltig in Erinnerung bleibt das Gurken-Gericht von Kay Baumgardt. Ein Traum! Ganz wichtig: Ohne weißen Zucker, denn das ist sein Steckenpferd. Der Koch ist Executive Chef Patissier im Gasthaus zur Fernsicht in der Schweiz und tatsächlich hat er in mir den Glaube an die Patisserie neu erweckt (denn wie ihr wisst – ich hasse Süßkram). Es erinnerte mich an eine Gazpacho und doch es ist grün und von heiterer Süße und dabei so frisch. Exzellent!

#ohne Zucker – von Kay Baumgardt

Seit diesem Geschmackserlebnis mit Kay Baumgardt experimentiere ich zuhause auch mit Gurke, denn ich habe durch das Gericht die feine Frische dieses Frucht (oder ist es Gemüse?) ganz neu entdeckt. Hier der Link zum Interview mit Rolling Pin als YouTube-Video. Ein wirklich cooler Typ und er hat recht: Man muss sich halt einfach mal trauen!

Auch Fernseh-Prominenz ist da und neben Hausherrn Frank Buchholz habe ich Mario Lohninger, Frank Rosin und Björn Freitag gesichtet. Ein Top Event! Ich hatte einen wunderbaren Nachmittag und der Eintrittspreis war absolut angemessen, denn die Location ist einfach ein Traum, das könnte auch Miami, Sylt oder Palma sein. Live-Musik und schöne Gespräche – so gefällt mir ein freier Samstag Nachmittag. Auch Foodblogger wie von Kuchenbäcker und Volle Lotte waren da, außerdem natürlich der Verlag Tretorri, der jedem Gast zum Abschluss noch das aktuelle Weinmagazin FINE überreichte. Dankeschön!

Der Event findet jedes Jahr regelmäßig im Sommer statt, Preis pro Person: 130 Euro
Location: Bootshaus Mainz, Yachthafen

BIg Bottle Party 2018 im Bootshaus Mainz

Restaurant Bootshaus, Victor-Hugo-Ufer 1, 55118 Mainz

Meine Wein-Entdeckung

Nun aber zu meiner Wein-Entdeckung, denn über die bin ich eher zufällig gestolpert. Ein sympathischer Winzer schenkt mir einen Schluck ins Glas und ich will schon ablehnen, denn die goldfarbene Flüssigkeit riecht süß und fruchtig, fast wie Honig: „Das ist wohl eher ein Dessertwein oder zum Käse passend, den kann ich jetzt unmöglich trinken“, sag ich, doch der Winzer schüttelte den Kopf: „Probieren Sie doch erst einmal!“

Na gut, denke ich. Weil ich neugierig bin, gebe ich jedem Wein auch erst einmal eine Chance und dieser Weißwein von BECK erstaunt mich. Der feine honigsüße Geruch umschließt meine Nase und auf der Zunge erlebe ich dann als Kontrast einen wunderbar mineralisch, trockenen Weißwein, wie er nicht besser hätte sein können. Genau, ein guter Weißwein muss für mich wirklich trocken sein und sehr wenig Restsüße haben, dann kommt er in meine Top10.

Dieser Weiße Burgunder riecht nach Honig mit einem Hauch frischer Holunderblüten und reifen Birnen, doch im Gaumen ist dieser Weißwein nicht süß, sondern belebend mineralisch und wirklich trocken. Der gute Beck hat sich also schnell in meine Top10 katapultiert und schade, dass man nicht gleich eine Kiste davon hat mitnehmen können. Das hole ich jetzt per Online-Bestellung nach und muss schmunzeln, denn die Website ist sympathisch – klick mal rein: Weingut Beck 

Flaschenetikett Weingut Beck Rheinhessen

Kontakt: Weingut Beck Hedesheimer-Hof
Schildweg 2
55271 Stadecken-Elsheim (Rheinhessen)
Telefon: 06136 / 24 87
E-Mail: weingut@hedesheimer-hof.de

Einige spannende Weine gibt’s im Sortiment und für Julia vom Blog German-Abendrot wird auch besonders der Auxerrois interessant sein. Vielleicht bestell ich einfach mal querbeet…