Wiesbaden

Wir Frauen…

Wir Frauen haben offensichtlich auch im 21. Jahrhundert noch ein merkwürdiges Verhältnis zu unserem Körper. Trotz Feminismus & Co. in den Achtzigern fällt uns Selbstliebe schwer und viele Frauen haben kein gutes Körpergefühl, schämen sich geradezu und zweifeln ständig an sich, an ihrem Aussehen und und und. Das zeigt auch die Aktion von Paula Lambert  #PaulaliebtDich.

..sind wunderbar!

Keine Taliban weit und breit und trotzdem unfrei? Weil Frauen sich selbst fertig machen. Ganz demokratisch und frei setzen wir uns selbst unter Druck und beschneiden uns in unserer Lebensfreude und Freiheit. Ja, es sind auch die Medien die uns einreden wollen, wir seien nicht gut genug. Aber sonst glauben wir den Medien doch auch nicht alles was sie publizieren. Wir haben die Wahl, glücklich zu sein, wir sind doch genau so wunderbar, wie wir sind. Denn 1.#PaulaliebtDich und 2. hat Schönheit nichts mit BMI und 90/60/90 zu tun. Im Jahre 2014 sind wir frei und haben die Wahl. Trotzdem lassen sich manche Frauen Obenrum und inzwischen auch Untenrum optimieren, Tuning sozusagen, weil – nicht dem Schönheitsideal entsprechend. In der Dokumentation Vulva 3.0, die ProFamilia am 10. Juli im Wiesbadener Caligari zeigt, geht es auch darum…

Ja, geht es denn noch?! In Afrika kämpfen Menschenrechtsorganisationen gegen die Verstümmelung von Frauen und Mädchen. In vielen Ländern dürfen Frauen nicht tun und lassen was sie wollen. Anders hier – und was machen wir daraus? Wir beschneiden uns selbst, im wahrsten Sinne des Wortes. Frauen, so geht das nicht…

 

 

 

8 Kommentare

  1. Liebe Sabina,
    vielen Dank für Deine ausführlichen Kommentar.
    Freu mich schon sehr auf Berlin und hoffentlich wird das Wetter noch ein bisschen besser.
    Gruß, Bärbel

  2. Liebe Bärbel, ganz in meinem Sinne, was du schreibst. Je mehr darüber schreiben, desto öfter bleibt vielleicht ein Tropfen hängen und wir bestimmen selbst und setzen unsere eigenen Regeln fest. Muss mir das gefallen, was andere Frauen tun und tragen? Nein. Aber ich denke es gibt Entwicklungen. Und dazu gehört für mich die Schönheitsindustrie. Und sich an den Geschlechtsteilen operieren zu lassen? Sorry, aber das ist für mich ganz persönlich krank. Vor allem, weil es keine individuelle Entscheidung mehr ist, sondern der gesellschaftliche Druck für alle damit bestimmten Entwicklungen steigt. Und dagegen wehre ich mich. Viel Spaß in Berlin wünscht dir Sabina @Oceanblue Style

  3. Hallo liebe Claudia,
    oh wie schön, ja, Achtsamkeitstraining – das hört sich klasse an. Vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Viele Grüße
    Bärbel

  4. Liebe Christine,
    Danke für Deinen Kommentar. Ich denke nicht, dass ich privilegiert bin, sondern ich habe einen langen Weg hinter mir und weiß deshalb, dass es heute viel einfacher ist, sein Leben entgegen des in den Medien propagierten Schönheitsideals zu leben. Heute gibt es im Internet ALLES und es wird gezeigt, dass alles möglich ist. Das gibt den jungen Menschen Freiheit. Nämlich die Freiheit, dick, dünn, groß, klein, schwul oder sonstwas etc. pp. zu sein. Als ich aufgewachsen bin, war das eher die Hölle, wenn man da nicht „normal“ war. Deshalb weiss ich heute, dass die einzige Rettung ist, Stärke zu zeigen und in sich selbst und mit sich selbst sicher zu sein. Jedem (jungen) Menschen wünsche ich dabei ganz viel Kraft, denn jeder von uns ist wunderbar!
    Gruß
    Bärbel

  5. Es freut mich, dass du dir den Eindruck aufrecht erhalten konntest, dass das einzige, was Frauen in den von dir implizierten Kulturregionen zurückhält, mangelnde Entschlusskraft ist.
    Andere Frauen und vor allem Mädchen(!!) und Jugendliche(!!) sind nicht so privilegiert und erleben die Gewalt der in unserer Kultur allgegenwärtigen Schönheitsideale sehr direkt. Sich dagegen zu stellen oder darüber zu erheben, ist für sehr viele Menschen sehr schwer.
    Wäre es leichter, würden es viel mehr Mädchen, Jugendliche und erwachsene Frauen tun. Wäre es leichter, würden diese Ideale der Medienwelt und der Schönheitsindustrie nicht so viel Geld einbringen.
    Mach bitte nicht den Opfern der kultureller und gesellschaftlichen Gewalt den Vorwurf, sondern denen, die die Gewalt ausüben.

  6. Hallo Bärbel,
    ein wichtiges Thema. Sich selbst lieben. In einer Gesellschaft mit Jugend- und- Schönheitswahn. Wo soll man da die Linie ziehen? Graue Haare überfärben, Falten unterspritzen, den Körper operationstechnisch runderneuern? Vieles schon bedenklich genug, aber wohl immer noch besser als aufgezwungen von ideologisch verbohrten Anschaungen . Klar bin ich auch unzufrieden, the estrogen has left the building 😉 und ich muss im Moment vieles akzeptieren. Aber ich komme so vielleicht meinem wahren Kern sehr viel näher. Die Qualität in unserem Leben wird nicht von der Hautcreme, der Kleidergröße oder der Markenjeans bestimmt. Nach einem Achtsamkeitstraining mit angeleiteter Meditation hat sich für mich ein kleines neues Fenster geöffnet. Ach, über das Thema könnte man Bücher schreiben 😉
    Danke für die Anregung, ganz liebe Grüße
    Claudia

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