Leben

Wir Frauen

Wenn sogar in den Frauenzeitschriften der Krieg angekommen ist, dann ist die Lage schlimm. Inzwischen berichten nicht nur Spiegel & Co über die Kriege vor unserer Haustüre, auch z. B. Brigitte, Grazia und Myself. Schlimme Zustände da am anderen Ende von Europa.

Wir Frauen leiden mit, wenn im Mittelmeer die Familien durch Bombenterror zerrissen werden. Tel Aviv und Palästina – wie wunderschön es dort ist: Der Duft von Orangen vermischt sich mit Meeresluft… stattdessen herrscht Blutvergießen. Eigentlich mag ich die Israelis, denn ich habe sie als lebenslustiges Volk erlebt. Deshalb bin ich bin froh, dass es nun eine Plattform gibt, die Gutes will: Mit Liebe gegen den Krieg. Eine gemeinsame Aktion von Arabern und Juden.

Wir Frauen leiden mit den Tausenden von Frauen und Mädchen im Irak, die in die Hände von durchgeknallten, fanatischen Terroristen geraten sind. Wo sind die Aufschreie der aufgeklärten, demokratischen Muslime? Ich höre nichts. Oder sind die auch stumm vor Entsetzen?

Wir Frauen leiden mit, wenn in der Ukraine Machtkämpfe blutig ausgetragen werden. Es sind doch unsere Brüder und Schwestern dort, gerade mal soweit entfernt wie Sizilien oder Malta!

Wir Frauen leiden mit, wenn in Syrien Chemiewaffen und andere Waffengewalt gegen unsere Mitmenschen eingesetzt werden. Keiner versteht mehr diesen Krieg, aber wer versteht schon Krieg?

Ich bin froh, dass es mit der digitalen Technik heute möglich ist, die Stimmen der Menschen vor Ort zu hören: Via Smartphones verschickte Fotos, YouTube-Berichte oder Blogs, die vom Krisengebiet erzählen – ohne Zensur. Die beeindruckenden Fotos der Fotojournalistin Meeri Koutaniemi (siehe Titelbild) geben uns ebenfalls einen Eindruck von den schlimmen Lebensumständen am südlichen Ende von Europa – dort wo wir so gerne hinfliegen, um den Sommer zu verlängern…

Frauen, wir brauchen einen #Aufschrei! für Frieden – noch lauter als bei den Zalando-Lieferungen.