Leben

#Sisterhood

… so heißt der Titel der aktuellen Bloggerparade des DMW (digital media women) – das passt doch zum Blog, dachte ich mir, weil ich regelmäßig tolle Frauen im Blog präsentiere. Schon gelesen? Zuletzt waren Frühstücksalon, Rox & Rose ach und zum Beispiel die Stimmtrainerin Anne im Portrait.

WomeninbusinessDE

So lautet auch der Hashtag, den Anna Wassmer ins Leben gerufen hat. Wir Frauen haben tolle Möglichkeiten und wir nutzen sie und wir unterstützen und gegenseitig! Genau das möchte ich auch in den Interviews zeigen. Lies doch mal rein – es sind spannende Portraits dabei.

Was denkt ihr über #Sisterhood? Haben wir da etwa Nachholbedarf? Männer behaupten ja öfters mal, dass wir Frauen uns gegenseitig sabotieren, Stutenbissigkeit wird uns da vorgeworfen. Erlebt ihr das auch so? Freue mich über Kommentare (unten im Kommentarfeld).

Frauen im Job

Was für mich auch im weitesten Sinne zu #Sisterhood gehört ist die gerechte Bezahlung. Es gibt ja den medienwirksamen „Equal Pay Day“ über den viel geschrieben wird (zum Thema habe ich einen spannenden Artikel ausgegraben) und ja, schauen wir uns doch mal, was sich Frauen so gegenseitig bezahlen. Genau, wie sehen denn die Gehälter in den typischen Frauen-Branchen aus?

Die Antwort ist: Schlecht. Deshalb arbeite ich auch lieber für Männer! Es ist auffallend, dass Frauen-Branchen auch gleichzeitig die Niedriglohn-Branchen sind: PR, Agentur, Pflege, Kindergarten und Krankenhaus…und auch der Einzelhandel, also die viel geliebte Boutique, zahlt nur Niedriglohn. Auch als Sekretärin, typisch weiblicher Beruf, verdient man nur gut, wenn man in die von Männer dominierten Branchen wechselt: Maschinenbau, Technik, Automobil-Industrie und Banken.

#Sisterhood im Business

Sollen denn Frauen kein Geld verdienen? Sind wir immer noch die „Dazuverdiener“? Als ob es den Frauen nicht ums Geld ginge. Kann es sein, dass wir da „freundschaftliches Miteinander“ mit „Arbeit“ verwechseln? Die Zeiten sind vorbei, dass es einen (männlichen) Hauptverdiener gibt und deshalb muss man einfach Fakten walten lassen: Job ist Job und Schnaps ist Schnaps.

Wenn meine Änderungsschneiderin eine großartige Arbeit gemacht hat, dann soll sie mindestens den Stundenlohn erhalten, den ich auch dem Auto-Schrauber für die letzten Ölwechsel bei meinem Golf gezahlt habe. Ebenso wenn ich zum Coaching gehe, dann zahle ich den branchenüblichen Tarif und erwarte keinen Freundschaftsdienst.

Dem Schornsteinfeger zahle ich auch die reguläre Rechnung und biete ihm keinen Latte Machiatto an, weil, dann wird’s vielleicht auch günstiger. Genauso die Yoga-Lehrerin, die Tagesmutter, die Frisörin – denn auch sie wollen eine Familie ernähren – und selbst wenn nicht: Geld gegen gute Leistung!

Das bedeutet für mich #Sisterhood. Warum uns das „in Rechnung stellen“ manchmal so schwer fällt, liegt wohl daran, dass wir gerne auch Freundinnen sind. Weil wir uns gerne verbünden und verbinden und ja, das ist eine schöne Sache – solange man sich damit nicht gegenseitig behindert.

#Sisterhood, weil wir es uns wert sind!

P.S. Alle Beiträge dieser Bloggerparade findet ihr bei Digital Media Women und weitere Beiträge findet ihr im Special von SAAL ZWEI, dem Online-Magazin