Genuss
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Sommer, Sonne, Rosé!

Sonnenuntergang

Sommer, Sonne, Rosé. Okay, der Sommer geht bald zuende, aber gerade deshalb liegen bei mir im Kühlschrank noch ein paar Flaschen Rosé, die darauf warten, den Sommer vor Herbstbeginn noch einmal hochleben zu lassen.

Lange war der Sommerdrink schlechthin eine eiskalte, trockene Weinschorle oder vielleicht auch Spritz oder der Hugo, das Mischtränk aus Weißwein mit Holunderblütensirup. In 2017 hat es der Rosé wieder in die 1. Reihe geschafft. Ob es vielleicht auch daran liegt, dass Bratt Pitt & Angelina Jolie auf dem Weingut Miraval in der französischen Provence mit Perrin als Weinexperte, einen ausgezeichneten und hoch dotierten Rosé Cuvee zauberten? Ich habe gelesen, dass der 2016 Miraval Rosé aus dem Stand heraus zum bestplatziertesten Rosé überhaupt gekürt worden war. Ist es die Mischung aus Cinsault, Grenache du Syrah-Sorten? Vielleicht habe ich ja einmal Gelegeneheit, diesen feinen Tropfen zu probieren. Immerhin, man setzt auf biologischen Anbau.

Rosé

 

Egal, ob aus deutschen, französischen oder spanischen Trauben, fein ist das rosafarbene Tröpfchen auf jeden Fall. Ich hatte lange keinen Rosé mehr getrunken, denn für mich hatte das etwas aus den Achtzigern anhaften. Doch wie gesagt, in 2017 habe ich den leichten Sommerwein wieder entdeckt. Mein Favorit ist derzeit Rioja Wein, denn bei den Spaniern  kann ich sicher sein, dass es ein Trockener ist. Auf der Wiesbadener Weinwoche habe ich auch Rosé Wein probiert, doch die meisten waren mir dann doch zu fruchtig. Das ist aber Geschmacksache. Auffällig ist aber, dass es überall wieder Roséweine gibt und der Marktanteil gestiegen ist.

Eisgekühlt muss der Rosé Wein in jedem Fall sein, sogar mit crushed Ice habe ich ihn schon getrunken und im Blog vom Kuchenbäcker habe ich ein tolles Rezept für ein sommerliches Mischgetränk entdeckt, eine exotisch-tropische Abwandlung der Sangria, sehr lecker!

Wie man diesen Wein genießt ist eigentlich egal – er erinnert immer an eine laue Sommernacht. Es ist ein Sommerwein, weil er einfach leichter und für mich auch bekömmlicher ist als ein Roter.

Dabei ist der rosafarbene Wein eigentlich ein Roter. Denn Rosé wird aus den gleichen Rebsorten hergestellt wie die Rotweine. Es liegt also nahe, dass wir bei den Fruchtaromen ähnliche Eindrücke haben wie beim Rotwein aus der Region Rioja, mit einem Unterschied, dass nämlich für den Rosado viel mehr Garnacha verwendet wird, als bei den Rotweinen.

Häufig werden die Rosés sogar rebsortenrein aus der Rebsorte Garnacha tinta gekeltert, da diese sich für die Herstellung von Rosé sehr bewährt hat und hervorragende Ergebnisse hervorbringt. Garnacha Rosados beeindrucken mit einer feinen Frucht zusammen mit den auch bei den Rotweinen erwähnten, leicht floralen Noten. Diese Paarung macht die Weine sehr zugänglich und angenehm, sowohl als Solisten, wie auch als Begleiter zu sommerlichen Speisen wie Salaten.

Rioja Weine sind großartige Begleiter für die leichte Küche

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Wie aber bekommt der Wein jetzt die Farbe?

Dazu habe ich mal bei Wikipedia gestöbert, weil ich mir selbst auch nicht so sicher war. Hier der Auszug aus dem Text:

Es gibt verschiedene Methoden, einen Roséwein herzustellen:

  • Die blauen Trauben werden unzerkleinert gekeltert, abgepresst und dann wie Weißwein ohne Schalen vergoren. Dies liefert Weißherbste bzw. sehr helle Roséweine.
  • Die blauen Trauben werden erst nach zwei bis drei Tagen auf der Maische abgepresst, was Roséweine mit deutlich roter Farbe ergibt.
  • Aus dem Gärbehälter für Rotwein werden nach 12–48 Stunden ca. 10–15 % des Mostes ohne Pressung abgezogen und anschließend als Roséwein vinifiziert. Diese so genannte Saignée-Methode hat den Nebeneffekt, dass der verbleibende Rotwein aufgrund des dann größeren Anteils an Schalen höhere Konzentration erhält.
  • Weißwein wird mit 10–20 % Rotwein vermischt. Dieses Verfahren wird allgemein zur Herstellung von Roséschaumweinen genutzt (auch für Roséchampagner), ist ansonsten aber nicht zulässig.

 

A votre Santé. ChinChin. Cheers! Ich wünsche euch noch ein paar laue Sommernächte, bevor der Herbst kommt.

 

 

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