Style

Mehr Kleider, bitte!

Wieviele Kleider hast Du im Schrank? Röcke? Maxi- oder Minikleider? Sommerkleider? Etuikleider? Seidenkleider? Wolle-Bouclé-Kleider? Jerseykleider? Wickelkleider?

Bis vor kurzem konnte ich diese Frage mit ein, zwei Fingern beantworten. Punkt. Im Sommer liebte ich Shorts und leichte Leinenhosen. Im Winter Samt-, Cord, Woll- oder Jeanshosen. Aber ein Kleid? Fehlanzeige. Ich hatte als Teenager aufgehört, Röcke zu tragen, denn mit Hosen lebte es sich einfacher. Hosen sind sexy – gleichzeitig aber auch so wunderbar praktisch, dass man mit Meilenstiefeln die Welt erobern kann (und dabei keiner unter’n Rock guggt).

Kleider kleiden schön.

Ein Kleid ist 100% weiblich. Zu einem weiblichen Körper passt ein Kleid perfekt. Ein Kleid zaubert eine schöne, fließende Silhouette und – von wegen praktisch: Ein Kleid schafft in nullkommanix ist ein stimmiges Outfit. Kleider strecken, Kleider verhüllen, Kleider schmiegen sich an.

Neue Kleider braucht mein Schrank!

Kleider erobern ihren Platz zurück. Angefangen hatte es bei mir mit einem frechen Jeans-Rock. Etwas derb und mit Taschen – als wär’s eine Hose. Das ist schon lange her. Dazu kam ein fescher Minirock – für besondere Gelegenheiten – und das war’s zunächst. Später dann, da kamen die leichten Sommerkleiderchen hinzu, vielleicht noch das eine oder andere Etui-Kleid – für’s Theater oder Büro. Aber so richtig gerne mochte ich Kleider nicht.

Doch das Blatt hat sich gewendet. Inzwischen ist das Verhältnis Fifty-Fifty. Auch im Winter. Lange hatte ich ein Strumpfhosen-Problem, doch hier scheinen die Hersteller nachgebessert zu haben, denn es ziept und zwickt kaum mehr.

Vive la Femme!

Inzwischen fühle ich mich im Alltag mit einem Kleid perfekt angezogen, denn die neuen Kleider sind auch perfekt zum Eintauchen ins pralle Leben. Das Kleid aus Neopren von Dorothee Schumacher trägt sich mit Stiefel genauso gut wie mit feinen Highheels – geschaffen für die moderne Nomadin für die Metropolen der Welt. Auch bei Anja Gockel habe ich beim Stöbern im Mainzer Headquarter das eine oder andere feine Teil gefunden und sowieso bei vielen anderen Herstellern finde ich immer mal wieder ein schönes Kleid und so habe ich inzwischen einige im Schrank. Fast so viele wie Hosen, sogar gleichviel… The woman I am!  (Claim einer Modelinie von Anja Gockel)

Das ist das Schöne am Älterwerden: Man kann immer wieder neu anfangen. Hat man einige Jahre seine Erfahrungen gemacht, ist es Zeit für etwas Neues. Wäre doch langweilig, das ganze Leben lang alles gleich zu machen, oder?  Mehr Weiblichkeit ähm Kleider braucht mein Schrank.

 

2 Kommentare

  1. Stiefel, Stiefeletten, Bootie und auch mal n schöner schlichter Halbschuh. Auch Ballerinas sehen mit blickdichten Strumpfhosen gut aus. Kleider fließen schön, da stört kein Hosenbund oder Gürtel… ich finde das klasse!

  2. hallo Farbenfreundin! ich liebe ja Kleider. schon immer. aber im Winter? meinst Du das ernst? was trägst Du denn dazu für Schuh´?

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