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Innehalten

Jedes Jahr am 10. Dezember wird in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. Als kürzlich die Rede der jüngsten Friedensnobelpreisträgerin im Radio kam, hatte ich Tränen in den Augen. Was für eine mutige junge Frau! Welch‘ eine Kraft sie hat und Glück dazu. Sie hat den Angriff der Taliban überstanden und kämpft weiter für ihre Ideale. Für die Frauen. Für Bildung. Für Freiheit.

Anlässlich der besinnlichen Vorweihnachtszeit möchte ich kurz inne halten.

Dem Schicksal danken, dass wir Frauen hier frei sind und in Freiheit leben können. Dass wir zur Schule gehen können, lernen können, Röcke oder Hosen tragen können…

Was für ein Irrsinn, ein paar Flugstunden entfernt: Mädchen und Frauen wird die Bildung verwehrt, Frauen werden misshandelt, zwangsverheiratet oder auch gesteinigt – je nach Sachlage…. und was sonst noch alles. In welcher Welt leben wir eigentlich?

Kurz möchte ich innehalten. Danken.

Ich denke, wir haben genug Platz, verfolgte Menschen in unserem Land aufzunehmen, um ihnen die Chance auf ein menschliches Leben zu geben – nicht nur zur Weihnachtszeit.