#endlichfrei, Leben
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#endlichfrei

Mein erstes Aha-Erlebnis hatte ich letzten Herbst während eines Retreat im schönen Mallorca (mehr dazu demnächst hier) und die Essenz war: Was ein Glück, dass ich gesund bin, dass alles am Körper funktioniert und dass ich jeden Tag mit Lust beginnen kann und ihn abends zufrieden in den Armen meines Liebsten beenden kann. Was brauche ich denn sonst?

Seither hat die Frage nach dem Lebenssinn weiter in mir gearbeitet und immer wieder habe ich Schritte infrage gestellt. Bin ich zufrieden? Passt alles so oder will ich eigentlich anders leben? Brauche ich Statussymbole oder geht es auch ohne?

Manchmal braucht es einschneidende Erlebnisse, um die Laufrichtung des Lebens zu ändern. Gestern dann die Nachricht vom Tod eines Bekannten. Er wurde gerade mal um die Fünfzig. Das ist verdammt zu früh und das macht mir zu schaffen. Weil, ich bin jetzt kurz vor Fünfzig. Deshalb ist jetzt Schluss mit „eigentlich“

Schluss mit „eigentlich“

Lebe ich mein Leben? Eigentlich möchte ich morgens die Schönheit der Natur bewundern – statt im Pendler-Stau zu stehen. Ich möchte eigentlich Zeit genug haben, täglich den erfrischenden Duft des Tages zu schmecken, statt im klimatisierten Büro hinter Sonnenschutz zu sitzen. Ich möchte spüren, wie die Sonne die Luft erwärmt und Energie bringt, die dann abends wieder weniger wird. Was braucht es mehr?  Wie will ich eigentlich leben? Ja, aber eigentlich… Nein, Schluss mit „eigentlich“. Ich ziehe jetzt die Reißleine.

Tipp für’s Leben im #Tatort

Habt ihr den Tatort „Die Liebe, ein seltsames Spiel geschaut? Groß angekündigt worden war die Folge wegen der Bettszenen und naja, die waren schon auch schön (sieht man viel zu selten on TV, oder?), viel eindringlicher empfand ich aber die Szene, als der Kommissar ein kurzes Stückchen Maßband in die Hand gedrückt bekam: Dies sei seine restliche Lebenserwartung. Ups.

Die Hälfte ist schon rum

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt etwa bei achtzig Jahren, wobei ich als Frau statistisch gesehen vielleicht etwas länger leben werde. Trotzdem – die Hälfte hab ich definitiv schon hinter mir und wenn ich Pech habe, sterbe ich auch schon früher. Soll ich dann sagen: Ja, eigentlich hätte ich ja so leben wollen, aber… Nein, ich ziehe jetzt die Reißleine!

Warum bist Du auf der Welt?

Um glücklich zu sein, oder? Anders gesagt: Will ich wirklich am Ende meines Lebens sagen müssen: Eigentlich hätte ich ja gerne, aber ich habe mich dann doch nicht getraut? Will ich wirklich sagen müssen, ich habe mein Leben nicht so gelebt, wie ich es eigentlich hätte leben wollen.

Okay, wenn Krieg oder Krankheit einen daran hindern, dann ist das etwas anderes. Was hindert mich? Einzig die Wohlstandsträgheit. Angst, die Komfortzone zu verlassen. Okay, auch die Angst vor weniger Einkommen, aber ist das ein Grund, um später sagen zu müssen, ich hätte mein Leben anders leben wollen? Will ich das wirklich sagen müssen? Nein!

Meine Nichten fragen mich manchmal nach Lebenstipps, Tipps für die Liebe und so. Auch, welchen Beruf sie erlernen sollen. Ich erzähle dann gerne von mir und ja, beim Thema Beruf muss ich dann ein bisschen schwindeln, denn im Grunde meines Herzens will ich ja etwas anderes machen. Nun hat sich das Blatt gedreht und ich lass mich von meinen Nichten inspirieren. Diese lebendige, weltoffene und neugierige Generation, die mutig die ganze Welt bereist und macht, was Spaß macht. Davon lass ich mich jetzt anstecken und mache auch, was mir Spaß macht. Genau, wann, wenn nicht jetzt?

#endlichfrei

Jetzt ist Schluss mit „eigentlich“ und ihr dürft mich dabei begleiten. Was erwarten wir vom Leben und und wie lange wollen wir denn mit der Umsetzung noch warten? Ich warte nicht mehr, sondern sage: Lebe, wann wenn nicht jetzt!

Es gibt jetzt eine neue Kategorie im Blog #endlichfrei – Dort wird es ab sofort Berichte zu meinem neuen (Berufs-)Leben geben.

 

10 Kommentare

  1. Liebe Maike,
    Danke für Deinen Besuch bei mir im Blog. Ja, es ist ein wichtiger Moment, wenn man entscheidet, JETZT ist der richtige Moment das Hamsterrad anzuhalten. Danke für die Ermutigung!

    Herzlichst, Bärbel

  2. Oh ja, Du hast so Recht mit dem was Du schreibst. Leider hängen wir alle zu sehr den Dingen nach, die „man so tut“, statt das zu tun, was wir wirklich wollen. Oft gibt es Hemmnisse, die erst beseitigt werden müssen. Das dauert mitunter auch.
    Aber der Vorsatz ist wichtig. Zu entscheiden, dass man Dinge JETZT tun will. Und nicht mehr nächstes Jahr, wenn die Kinder aus dem Haus sind, im nächsten Leben, etc.
    Oft nehmen wir unsere Wünsche nach einer Veränderung nicht wichtig genug oder glauben, die Hemmnisse sein zu hoch. Und wenn man dann einmal anfängt, sieht man, es geht ja doch was. Und es hat sich was im Kopf bewegt. Das ist so wertvoll!
    Also, auf ins Leben!

  3. Liebe Sieglinde,
    herzlichen Dank für Deinen Kommentar und Deine Ermutigung. Ja, eigentlich könnte ich als Überschrift auch bald schreiben „Endlich 50“, denn ich spüre tatsächlich, dass mir das fortgeschrittene Alter den Mut zu neuen Wegen gibt. Mit 30 habe ich mir das noch nicht zugetraut.
    Alles Gute weiterhin für Dich mit Deinem tollen Online-Shop für Accessoires.

    Herzlichst, Bärbel

  4. Wie interessant, Bärbel! Ich bin schon sehr gespannt, was sich bei Dir tut und freu mich mit Dir über Deinen Mut und Deine Energie.
    Aus meiner früheren Berufstätigkeit (Seminarleiterin und Coach) und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zeit um die 50 bei vielen Frauen nochmals einiges in Bewegung bringt.
    Und das ist auch gut so. Wenn es finanziell irgend geht, sollte frau auf diese Signale achten und die Änderungen durchführen. Wie ich bisher erlebt habe, entwickelt sich daraus meist sehr Gutes.
    Manchmal muss man dann modifizieren (wie ich z.B. statt einen stationären Laden nun einen Online-Laden habe), aber der Kern der Sehnsucht muss getroffen sein. Dann lohnt sich alle Mühe!
    Freu mich schon auf Deine neuen „endlich frei“ Posts!
    Herzlichst, Sieglinde

  5. Liebe Susanne,

    vielen herzlichen Dank für Deinen Kommentar und deine Unterstützung. Ja, das tut gut. Schon jetzt bin ich so erleichtert und beglückt über die vielen positiven Rückmeldungen aus dem Bekanntenkreis und das gibt mir Mut. Danke Dir!

    Herzliche Grüße
    Bärbel

  6. Liebe Bärbel,
    ein sehr schöner Bericht .. Ich habe vor einigen Jahren eine sehr grosse Reissleine gezogen. Aus heutiger Sicht kann ich mir für den Mut nur selbst auf die Schulter klopfen. Der Weg aus der Komfortzone ist wahrlich eben nicht komfortabel, sondern durchaus anstrengend, aber ungleich spannend… und das mehr an Lebensgefühl und Nähe zu sich selbst ist unvergleichlich … Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg und bin gespannt auf Deine Berichte
    Susanne

  7. Liebe Angela,

    vielen herzlichen Dank, dass Du mir Mut machst. Das tut gut!

    Herzliche Grüße
    Bärbel

  8. Klasse…das kenn ich zu gut.
    Der Weg dahin ist nicht leicht, aber wenn man erstmal „Schluss“ gemacht hat kommt die grosse Überraschung Leben.
    Bärbel, lass dich nicht aufhalten. ❤

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