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Digitalisierung im Job

Digitalisierung

Vor Jahren habe ich im Fernsehen einen Werbespot gesehen, in dem jemand an der Bushaltestelle auf seinem Handydisplay ein Fußballspiel angeschaut hat und gleichzeitig Emails empfangen hat. Damals habe ich mir gedacht, wer will denn sowas?

Ha, heute liege ich im Garten und klicke mich durch Yoga-Videos an und einzig der zur Neige gehende Akku hält mich davon ab, danach noch einen Blockbuster anzuschauen. Nebenbei rufe ich meine Emails ab und telefoniere mit einer Freundin. Die Freiheit nehm ich mir!

Ich lebe digital!

Wenn heute von der Digitalisierung und den Veränderungen gesprochen wird, denkt jedoch kaum einer an den eigenen Job, dabei wird in zwanzig Jahren möglicherweise keiner von uns mehr einen „normalen“ Job haben. Naja, zumindest stark verändert.

Die Digitalisierung ist ein Megatrend unserer Zeit, den zu ignorieren dem Versuch gleich käme, Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken. Er wird Arbeitsmarkt und Jobprofile in den nächsten Jahren massiv verändern. Deshalb hat die ARD hat zu ihrer Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ einen „Job-Futuromat“ aufgesetzt. Dieses Online-Tool gibt Auskunft, in welchem Maße der eigene Job von einem Roboter erledigt werden könnte. Kostprobe?

Überlebt Dein Job die Digitalisierung?

Die Tätigkeiten eines Gabelstaplerfahrers können dem Job-Futuromat zufolge schon heute zu 67 Prozent von Maschinen übernommen werden. Erzieherinnen hingegen wird eine Automatisierbarkeit von – man ahnt es bereits – 0 Prozent attestiert. Zumindest auf absehbare Zeit scheint es absurd, dass Roboter auf unsere Kinder aufpassen und sie zur Toilette begleiten.

Während manche Quellen von deutlich höheren Zahlen von bis zu 47 Prozent bedrohter Jobs sprechen, können die in digitale Panik versetzten Gemüter anhand einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ein wenig beruhigt werden. In Deutschland sind demnach etwa 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten „mit einem sehr hohen Substituierbarkeitspotenzial konfrontiert“, also, mit anderen Worten, diese Jobs könnten künftig von einer Maschine erledigt werden. Keine Frage: Die Digitalisierung wird manchen Job überflüssig machen, dafür aber auch ganz neue Profile entstehen lassen.

Dass bestimmte Berufe verschwinden und andere entstehen, ist wahrlich nichts Neues. Wer erinnert sich heute noch an „Gasriecher“, „Kohlentrimmer“ oder „Bornmeister“?! Genau.

Wer hätte gedacht, dass es in Deutschland jemals Stellenangebote für „Feel-Good-Manager“ geben würde. Es werden also noch weitere Jobs entstehen, die in einigen Jahren zum regulären Portfolio eines modernen Unternehmens gehören.

Die heutigen Arbeitnehmer sehen der ihnen prophezeiten Zukunft übrigens durchaus positiv und keineswegs resigniert entgegen. Dreiviertel von ihnen trauen sich zu, sich die künftig geforderten digitalen Fähigkeiten aneignen zu können. Genau, und damit es uns nicht überrollt, sollten wir den Wandel aktiv mitgestalten. Hervorragende Ausbildung und lebenslange (Weiter-)Qualifizierung sind der Schlüssel dazu – ich sag nur Bildungsurlaub. Darüber berichte ich in einem der nächsten Beiträge.

P.S. Für alle Wiesbadener ein Veranstaltungstipp: Im Heimathafen findet am 28. September ein Workshop in Zusammenarbeit mit der IHK zum Thema statt: Innovationschancen, Digitalisierung und neue Arbeitsformen (klick)

2 Kommentare

  1. Hallo Norman,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und dass Du im Blog vorbei schaust. zunächst ist es einfach wichtig, am Puls der Zeit zu sein und nicht die Augen vor den neuen Medien verschließen. Wenn ich in der Innenstadt von Wiesbaden kein Wifi oder noch nicht einmal Handy-Netz empfange und es mancherorts in deutschen Regionen noch kein Internet gibt, dann bin ich nur perplex und denke ans Auswandern. Da gibt’s noch viel zu tun!
    Lieben Gruß
    Bärbel

  2. Hallo,
    interessante Einstellung zur Digitalisierung, was denkst du ist essentiell damit alle richtig auf die Digitalisierung vorbereitet werden?
    Liebe Grüße
    Norman

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