Leben

Mein heutiger Buchtipp

Berichte über Berufe, mit Humor geschrieben, dabei mit Informationsgehalt, die mag ich sehr. Im Hauptberuf bin ich Sekretärin, PA auf neudeutsch, und über diesen Beruf gibt es zwei Bücher, beide von Katharina Münk, die ich wirklich gelungen finde:

1. „Und morgen bringe ich ihn um!“
2. „Denn sie wissen nicht was sie tun“

Sehr gut geeignet auch als Geschenk. Für den Chef wie für die Sekretärin. Beide Bücher sind witzig geschrieben und es wird schön aus dem Nähkästchen geplaudert.

Sachbuch mit Humor

Das Lesen dieser Bücher macht Spaß und man erhält Einblick in diese sagenumworbene Berufssparte (geht ja von „graue Maus“ bis zu „Vorzimmerdrache“, sagt zumindest BILD). So manche Kuh vom Eis wuppen die Protagonistinnen und an den entsprechenden Chefs wird kaum ein gutes Haar gelassen, kaum. Eben mit einem Augenzwinkern und es ist trotz aller Widrigkeiten immer wieder lustig zu lesen. Am Ende hat man beide Parteien ins Herz geschlossen, denn – es ist wie im richtigen Leben:

Manchmal ist das Leben kein Ponyhof und Chef’s haben’s halt auch nicht leicht. So mag ich Kolumnen über Berufe, über andere Länder oder über Männer und die Frauen. Kennt ihr solche Büch? Dann her mit Empfehlungen, denn der Winter ist noch lange, da kann man noch viel lesen.

Berichte aus dem Wirtshaus

Kellnerinnen, am Rande des Nervenzusammenbruchs. Was ein Thema für ein Buch! Das hat Potential! Berichte einer Bedienung, einer bayerischen Bedienung, über ihre Erfahrungen in der Gastronomie, im bayerischen Wirtshaus, das ist wirklich eine tolle Idee und schon beim Lesen des Titels konnte ich mir das sehr lustig vorstellen. Ja, auch ich habe mich schon dabei ertappt, ein anstrengender Gast mit Sonderwünschen zu sein, auch wenn ich nicht vegan esse oder Unverträglichkeiten habe. Wirklich, das Thema finde ich klasse und deshalb hatte ich mich auf die humoristische Berichterstattung gefreut, ohne Verdacht auf den Pulizer-Preis, sondern einfach eine nette, leichte Lektüre für die nächste Bahnreise oder sowas.

Das Buch von Sophie Seidel mit dem Titel Are you finished? No, we are from Norway. Eine Kellnerin am Rande des Wahnsinns erschienen im Blanvalet Verlag

ist eine nette kleine Abwechslung und zur Einstimmung auf einen Kurzurlaub in Bayern mit geplantem Wirtshausbesuch bestens geeignet. Wie auch bei den obigen Sekretärinnen-Berichten erhält man auch hier Einblicke in die Arbeitswelt eines Frauenberufs , die einem sonst verborgen blieben. Das Thema bietet viel Potential, das Cover ist liebevoll gestaltet und Titel sowie Klappentext sind sehr vielversprechend. Die ersten Seiten haben mein Interesse geweckt und ja, ich hatte schon Bilder im Kopf und freute mich auf weitere lustige Anekdoten über ausländische Gäste, Blind Dates im Wirtshaus und anstrengende, weil betrunkene Männer an der Bar. Bis zur Mitte hatte ich schon viel gelacht und geschmunzelt, doch schade, dass dann die Pointen flacher wurden und beim Leser irgendwie ein unangenehmes Gefühl zurück blieb. Jeder von uns hin und wieder Gast im Restaurant, Wirtshaus, Café und ja, es gibt vielleicht auch hier und da mal einen Sonderwunsch, den es zu erfüllen gilt.

Nobody is perfect, auch die Gäste nicht.

Lesen ist mein Hobby, deshalb muss es auch ein bisserl Spaß machen. Also habe ich die allzu negativen Passagen einfach überblättert, denn wir möchten doch weiterhin und mit guter Laune ins nächste Wirtshaus gehen können. Ich jedenfalls möchte das ganz dringend, denn ich habe soeben meinen Winterurlaub am Chiemsee im tiefsten Bavaria gebucht *). Da werde ich die eine oder andere Wirtshaus-Bedienung live und in Farbe erleben… (*Bericht folgt)

Kurzum: Tolles Thema, wunderschönes Cover, Inhalt hält nicht ganz das Versprechen.