Leben

Bewegtes Leben, weil Sport tut gut

Passt genussfreudig zu sportlich? Also jetzt nicht bei Parship, sondern im wirklichen Leben.

Es ist ja oft so, dass sportliche und damit meist schlanke Menschen den Ruf als spaßbefreite Vegetarier weghaben. Leute, die nur ans Kalorienzählen denken. Wer ist genussfreudiger? Sind Dicke genussfreudiger als Dünne? Alles Quatsch! Ich will zeigen, dass ein bewegtes Leben den Lebensgenuss intensiviert und dass Körpermaße da nichts mit zu tun haben. Happiness und Wohlbefinden – das gehört zu einem guten Leben. Deshalb hat Genuss bei mir einen hohen Stellenwert. Genuss beim Essen und beim Leben an sich, also auch beim Sport.

Sport ist Mord

Warum wird Sport immer mit Qual in Verbindung gebracht? Weil Schulsport und Vereine oft mit Leistungsdruck und Wettkampf an die Sache rangehen. Davon halte ich gar nichts. Jeder Mensch hat seine Art der Bewegung und sein individuelles Maß. Hat man lange Beine, läuft s’sich es eben leichter oder ist man klein, tanzt es sich schön. Deshalb werden für Basketball bekanntermaßen große Leute genommen, die dann aber für Rock ’n Roll gar nicht gut zu gebrauchen sind. Ebent – und so sind auch die Bedürfnisse unterschiedlich. Es gibt viele individuellen Sport-Lösungen und auch ich habe lange gesucht, bis ich meine Lust an Bewegung so leben konnte, wie ich mir das vorstelle.

In den Achtzigern spielte man Tennis, wegen Boris. Vielleicht noch Volleyball. Manche Mädels hüpften à la Jane Fonda zu mittelmäßiger Musik vor einem Spiegel rum, aber ganz ehrlich, das musste nun auch nicht sein. Kurzum, lange war mir die Lust am Sport vermasselt.

Sportlich individuell

Wie kommt’s, dass ich heute plötzlich so eine Lust an der Bewegung habe und sogar für einen Halbmarathon trainiere? Weil ich nach meinen Regeln sportle und dann ist’s ein Genuss. Der Körper pulsiert und ist lebendig – so fühlt sich Leben an!

Als Kind war ich eine klasse Schwimmerin, aber muss man gleich für Olympia trainieren? Es geht doch um den Spaß am Wasser, am Gleiten und am Gefühl der Leichtigkeit. Davon verstand mein Trainer nichts – und deshalb verstanden wir uns bald nicht mehr. Heute Schwimme ich wieder – aber eben nach meiner Facon. Nicht nur der Sport-Stil ist individuell, sondern auch die Sport-Klamotten. Ach, wie lange musste ich nach dem passenden Sport-BH suchen… (ganz wichtig!), aber auch hier hat sich zum Glück seit den Achtzigern viel getan.

Neben Schwimmen und Laufen gehört auch Gymnastik in mein Bewegungskonzept. Für die Dehnung und die Faszien trainiere ich mal Yoga, mal Pilates und auch hier hat jeder seine eigenen Grenzen. In manchen Yoga-Kursen herrscht regelrecht Leistungsdruck, dabei entspricht dies so gar nicht der yogischen Lebenshaltung. Nie über die Grenzen gehen, es muss immer ein „Wohl-Weh“ sein. Ich erinnere mich noch gut an meine Yoga-Woche in den USA, wo ich die ersten Male schweißgebadet aus der Stunde kam. Umso mehr war mein starker Wille gefragt, um zu schauen, wie weit ich für mich gehen kann – ohne Überlastung krank zu werden. Das richtige Maß ist wichtig, wie bei allem.

Bewegung ist so wichtig für den Körper. Nicht Diät macht gesund, sondern Bewegung. Auch bei Krebspatienten wird in der Reha viel Sport angeboten, weil es den Körper gesund macht und das Wohlbefinden fördert. Weil auch Gesunden die Bewegung gut tut, haben wir heute Fitness-Armbänder, die uns ans Treppensteigen und Gehen erinnern. Kurzum, wir sollten unsere Körper in Bewegung halten und zum Glück gibt es so viele Möglichkeiten, dass auch für jeden etwas dabei ist.

Probier dich aus – in deinem Rhythmus. Dein Körper ist dein Tempel! Bleibt er in Bewegung, pulsiert das Blut viel besser, der Atem fließt und die Sinne sind wach und aktiv.