Monate: November 2013

Tweed is in the House

Wenn man sich für keine Farbe entscheiden kann, dann mischt man eben. So funktioniert Tweed, oder? Viele Farbpunkte ergeben eine Melange, die interessant ausschaut, oder? Lange fand ich Tweed öde, omamäßig und habe diesen Stoff gemieden. Diesen Herbst ist Karo, Salt & Pepper, Strick und eben auch Tweed im Kommen. Mit einem schicken Schnitt sieht’s auch gar nicht omamäßig aus. Auf jeden Fall wärmt es schön, weil Wolle oder Gemisch. Ein weiterer Pluspunkt: Es ist klassisch und trotzdem nicht einfarbig eintönig. Kein Schwarz, gähn. Kein Grau, puh. Kein Braun oder Beige, bäh, sondern eben Melange. Von allem etwas. Der Tweed-Mantel den ich bei JOOP! gefunden habe, hat sogar ein bisschen Rosa mit dabei, freu! Makes happy during winter times… Let’s Tweed again!

Farbe im Kleiderschrank

Schwarz ist keine Farbe. Eben. Und auch wenn das kleine Schwarze ein Klassiker ist, plädiere ich doch immer wieder dafür, Farbe zu tragen. Farbe heißt nicht: bunt oder knallig, sondern einfach eben kein Schwarz. Wir Mitteleuropäer sehen einfach blass aus in Schwarz und unserem Teint schmeichelt eine Farbe viel mehr. Außerdem machen Farbe viel mehr Spaß! Fashionpuppe, eine Bloggerin, die ich hin & wieder lese, macht derzeit ein „Kein-Schwarz-Experiment“ und siehe da, nach ersten Entzugserscheinungen ist sie ganz begeistert und postet: Ja, im Winter brauchen wir Farbe! und trägt neuerdings einen rosa Wintermantel. Auch die Blogger von Les Mads probierten den Schwarz-Entzug und berichteten darüber. Eine Farbberatung hilft, denn hinterher weiss man, welche Farbpalette einem am besten steht. Auf das richtige Mischungsverhältnis der Farbe kommt es an. Und, steht einem die Farbe nicht in Gesichtsnähe, dann geht es immer noch als Accessoire oder Hosenfarbe. Nur in Gesichtsnähe lässt uns die falsche Farbe oft alt aussehen. Braun mit hohem Gelb- oder Rotanteil lässt mich total krank ausschauen. Espresso-Braun jedoch geht prima. Ebenso grün: Gelbgrün geht gar nicht, Blaugrün dagegen macht schön. Es geht …

Visit Doha

Doha. Das ist wie Dubai, nur schöner, netter, kleiner, unverbrauchter, authentischer… Okay, es gibt viele Perlen auf der arabischen Halbinsel, wie Abu Dhabi oder Muskat, die schaue ich mir das nächste Mal an. Zunächst aber: Doha in Katar. Eine Freundin lebt und arbeitet dort, also warum nicht vorbei schauen? Die meisten nutzen den Flughafen Doha nur als Zwischenstopp, um nach Asien zu fliegen, dabei lohnt es sich, den Stopp auszudehnen, ein paar Tage im Wüstenstaat zu verweilen und eine Prise Orient zu schnuppern. Klassisch gut: Spaziergang durch den Souk. Großartig: Kamel-Rennen, was ein Spektakel! Außerdem: Wüstensafari. Nein, doch nicht auf einem Kamel, sondern mit einem fetten 8-Zylinger SUV. Das ist wie Achter-bahnfahren – nur heißer. Visit Doha!  

Meine Handtasche & ich

Never without my handbag. Das bringt Farbe ins Outfit, ins Leben, in den November. Nebenbei hat man sein ganzes Homeoffice, Kosmetikregal, Notfallapotheke und Spardöschen immer mit dabei. Zumindest von allem eine Notration, siehe hier. Apropos Farbe, hatte ich kürzlich Grau hochgelobt, habe ich jetzt schon wieder genug vom Novembergrau. Grau, ja bitte – aber nur als Basic, um dazu dann tolle Highlights zu tragen. Zum Beispiel so ein Handtaschen-Farbflash von Longchamp. Diese Beute umkreise ich schon seit Wochen. Gut, dass ich immer wieder Gründe finde zum Wertheim Village zu fahren. Manchmal muss man den richtigen Zeitpunkt abwarten und der war jetzt gekommen: Longchamp designed by Kate Moss. Feinstes Kalbsleder, in Pink. Das macht Laune! Das bringt Farbe in den November. Handtaschen darf man ruhig viele haben, denn je nach Outfit braucht man eine andere Sorte Tasche. Die Stilberatung sagt, dass Leder-Accessoires dieselbe Farbe haben sollen, doch daran halte ich mich selbst nicht konsequent. Gürtel, Schuhe, Uhrenarmband – das zähle ich zu den Lederaccessoires, die Ton-in-Ton sein sollten. Eine Handtasche jedoch darf Ausreisser, Solitär sein. Sie darf Farbklecks sein. Stil und Größe …

Tights

Zu Strumpfhosen hege ich ein zwiespältiges Verhältnis. Als Kind waren sie das große Grauen für mich. Lieber habe ich im Ski-Urlaub bitterlich gefroren als diese kratzigen braun- oder gelbfarbenen Woll-Ungetüme zu tragen. Das war noch vor der Zeit, als es schicke Ski-Unterwäsche in Slimfit gab oder man von Cotton Tights redete, wenn man Strumpfhose meinte. Es hat lange gedauert, bis ich endlich freiwillig Strumpfhosen trug. Heute sage ich deshalb auch lieber „Tights“ zu ihnen – klingt schicker und hat nichts von dem Muff der alten Zeit, als Wolle nur in Brauntönen erhältlich war, kratzte und Knötchen bildete. Der Winter steht vor der Türe und zum Rock oder Kleid müssen es Tights sein. Also habe ich kürzlich mal richtig teuer eingekauft: Seamless velvet de luxe 66 opaque mat – oder so ähnlich hieß es auf der Verpackung. Gibt es in vielen Farben und die Tights sind sehr angenehm zu tragen. Leider jeweils nur einmal. Denn meine schicken neuen Schuhe haben eine kleine raue Stelle und schwubbs – ist die Strumpfhose kaputt. Aus der Traum von Velvet de Luxe und Satin Touch, stattdessen aufgeribbelte Fäden und dazu ein Löchlein. …

Powernapping

Der Alltag mit all den Anforderungen kann schon erschöpfen. Deshalb sollte jeder einen Weg für sich finden, die geistige Leistungsfähigkeit immer wiederherzustellen. Die einen schwören auf einen kurzer Mittagsschlaf. Haben wir schon oft drüber gelesen und auch im SPIEGEL wurde darüber berichtet. Doch so etwas ist in unseren Gefilden tabuisiert. Die Japaner scheinen damit weniger Probleme zu haben. Schade eigentlich, weil, ganz ehrlich, wenn es hilft? Das sogenannte Power Napping darf aber nur maximal 20 min. dauern. Ein super Tipp also eher für Selbständige, die sich ihre Arbeitszeit einteilen können. Gesellschaftlich anerkannter und auch im herkömmlichen Büro-Umfeld durchzuführen sind kurze Sessions mit Autogenem Training oder auch EFT (Emotional Freedom Techniques®), umgangssprachlich „Klopfen“ genannt. Schön erklärt in diesem Online-Kurs. In aller Munde ist auch derzeit TM. Viele Promis, u.a. David Lynch, schwören auf die Transzendentale Meditation. Dafür braucht man keine Räucherstäbchen und tibetische Klangschalen. Man kann das während einer langen Bahnfahrt, als Beifahrer im Auto oder an einem anderen Ruheplatz machen. Hauptsache man wird für 20 min. nicht gestört. Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, aber man konzentriert sich wohl auf den Atem und sonst nichts. Einfach …

Wiederentdeckt

Trotz vieler Ernährungsexperimente in meinem Leben habe ich seit Jahrzehnten eine Konstante: Kaffee. Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee bringt mir zu jeder Tageszeit ein Lächeln auf die Lippen. Guter Kaffee ist lebenswichtig. Früher war ich eher frankophil und trank meinen Café au lait aus einer Tasse, die eher an eine Müslischale erinnerte. Später entdeckte ich dann die Vorzüge des fast öligen Espresso, pur und nur mit Zucker etwas versüßt. Perfekt! In Italien kenne ich ganz schnell die beste Espresso Bar vor Ort und muss dann aufpassen, keinen Koffeinschock zu bekommen. Einfach zu lecker das Zeug. Filterkaffee Mein wichtigstes Kochgerät seit ich flügge bin: Der Klassiker, die italienische Caffettiera von Bialetti. Klar gibt es in unserer Küche auch einen Jura Vollautomat. Bis dann kürzlich mal wieder eine Reparatur der Höllenmaschine anstand. Wir mussten also improvisieren und entdeckten dabei den Filterkaffee wieder ganz neu. Das hat schon was, diese morgendliche Zeremonie: Bohnen mahlen, Filter vorbereiten, das kochende Wasser langsam überbrühen und dem Plätschern zuhören bis die Kanne gefüllt ist und die Küche verführerisch nach Kaffee duftet. Das entschleunigt kollosal. Das erinnert an Kindertage… Großer Genuss! Vor allem auch, wenn man die Kaffee-Bohnen offen kauft: …