Monate: September 2013

Kleine Fluchten

Applause, Applause – dröhnt der Song von Lady Gaga aus dem klangvollen Hifi-System. Auch ich denke: „Applaus!“ während ich mit dem neuen Fiat 500L Living durch die kurvigen Straßen im Taunus rausche. Es macht Spaß und ich fühle mich wie im Bergland von Süditalien, denn der blaue Himmel strahlt durch das Panorama-Glasschiebedach und mit Schwung erklimme ich die Taunus-Höhen. Der Minivan mit 7 Sitzen und 1,7 Kubikmeter Laderaum hat Elan! Auch die Schafe am Straßenrand kommen aus dem Staunen nicht raus (süß die zwei auf dem Bild, oder?). Fiat Car Testing Fiat hatte Autoemotionen.TV zur Testfahrt eingeladen. Ich durfte mit, denn als großer Fan vom kleinen Fiat 500 , der sogenannten Knutschkugel, habe ich mir gerne dieses neue große Modell angeschaut. Dafür muss man keine Familie haben, denn viel Platz ist beim Reisen immer wichtig. 7 Sitze – wow. Für so viel Platz musste man bisher einen VW-Bus nehmen und dann war doch wieder nicht genug Platz für’s Gepäck. Nun also ein Größenwunder von Fiat. Dabei ist das Auto gar nicht so lang: Mit gerade mal 4,35 Metern …

Car Style

Es gibt Autos, die gehen einfach gar nicht:  Der Playboy mit lilafarbenem Ford K, Frau Merkel mit einer „Ente“, der Manager im Micra. Aber, warum eigentlich nicht? In einer Studie der Zeitschrift absatzwirtschaft sollten die Befragten zu bestimmten Auto-Besitzern Eigenschafts-Paare zuordnen: spießig/weltläufig, attraktiv/unattraktiv, arrogant/bescheiden, sportlich/unsportlich. Der Artikel erklärte außerdem welche Automarken eher alt machen. Ob das alles so stimmt? Denn Trends sind schnelllebig und Papier ist geduldig. Ein Porsche soll spießig sein? Naja, da schwingt wohl auch ein bisschen Neid mit (… aber, ich schweife ab). Man könnte ja sagen: Hauptsache, die Kiste fährt. Aber mitnichten! Es ist wie mit dem „Kleider machen Leute“ Ding. Schnell hat man seinen Ruf weg. Die Typakademie nennt das Personal Branding. Und im Grunde verhält es sich bei uns wie bei einer Marke. Manche Aktivitäten fördern das Image, manche eher nicht. Künstler und Kreative haben wesentlich größeren Spielraum. Im Privaten ist man eh freier. Dienstleister, die mit einem alten und klapprigen Auto daher kommen, wirken schnell inkompetent. Dasselbe gilt für ein altes Fahrrad. Ein Rad ist inzwischen auch für’s Business akzeptabel, aber dann bitte  stylish, z. B. ein Brompton und kein verrostetes Damenrad mit …

Fake it!

Aufrecht lebt sich’s glücklicher. Auch wenn man innerlich gerade den Kopf hängen lässt: Trotzdem, Haltung bitte! …weil mit aufrechter Haltung mehr Sauerstoff in die Lunge kommt. …weil man mehr Spannkraft ausstrahlt und dadurch positives Feedback erhält. …weil es wie ein Kreislauf ist: Wenn man frustriert ist, lässt man den Kopf hängen. Das merkt sich der Körper und immer wenn man den Kopf hängen lässt, fühlt man sich frustriert. Denn es laufen dieselben körperlichen Prozesse ab. Deshalb: auch wenn man frustriert ist: Aufrichten! Aufgerichtet der Welt entgegen, dann passiert der Rest von alleine. Fake it! Man hat nämlich festgestellt, dass z. B. ein „gewolltes“ Lächeln annähernd dieselben körperlichen Prozesse (Glücksgefühle und so) hervorruft, wie ein echtes Lächeln. Hab‘ ich also grad mal gar nichts zu Lachen, tu ich einfach so. Pah, einfach gut schauspielern wa?! Das Gesamtergebnis zählt und wenn es wirkt, ist doch alles prima. Auch wenn’s innerlich ganz anders aussieht, der Organismus checkt den Unterschied zunächst nicht und die Außenwelt eben auch nicht. Ein Mensch, der lächelt kommt viel besser an als ein schlecht gelaunter mürrischer Zeitgenosse. Einfach mal ausprobieren. Just Fake it! Aufrecht und lächelnd der Welt entgegen…